Gästeführerinnen ziehen Bilanz: Wieder die 1000-Besucher-Marke geknackt

Mindestens 1500 Stunden vor und hinter den Kulissen

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Wirtschaftsführer Dieter Helms, Michael Fahrland von der Mittelweser-Touristik und die Gästeführerinnen präsentieren die neuen Taschen, die bei den Terminen mit Prospektmaterial gefüllt sind.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Gästeführerinnen um Erika Christmann sowie Wirtschaftsförderer Dieter Helms und Martin Fahrland, Geschäftsführer der Geschäftsführer der Mittelweser-Touristik haben Grund zum Jubeln: 38 Führungen, davon 22 laut Programm, haben in diesem Jahr exakt 1103 Interessierte angelockt. Das waren sowohl Einheimische als auch auswärtige Besucher, hieß es. Das ist wieder ein Spitzenwert, sagt Helms.

2011 hatte das Team erstmals die 1000-Besucher-Marke geknackt. Bei ihrem Rückblick auf die zehnte Saison kündigten gestern die Gästeführerinnen an, diese „magische Hürde“ auch im kommenden Jahr nehmen zu wollen. Spitzenreiter bildeten in der zurückliegenden Saison die vier Besuche im Weyher Theater. Die 206 Interessierten bekamen dabei einen Blick hinter die Kulissen. Diese Veranstaltung wollen die Organisatorinnen auch im kommenden Jahr wieder ins Programm nehmen. Gut angekommen war auch der Besuch auf dem Kirchweyher Friedhof, auf dem Ingrid Schierenbeck für insgesamt 53 Zuhörer Hintergründiges augenzwinkernd auf Platt servierte. Im nächsten Jahr will sie sich den Friedhof in Leeste vornehmen.

Mit 47 Teilnehmern war laut Helms auch die Veranstaltung „Weyhe erleben im Sitzen“ ein „voller Erfolg“. Da alle Gästeführerinnen viele Fotos machen, können Interessierte, die nicht mehr in der Lage sind, gut zu laufen, zumindest im Rahmen eines Vortrages an den vielen Ausflügen zu Zielen in der Wesergemeinde und über ihre Grenzen hinaus teilnehmen.

Wer den Gästeführerinnen zuhört, merkt, dass sie ins Schwärmen kommen, wenn sie von ihren Ausflügen berichten. Sie lassen die Geburtstagstour mit dem Pingelheini ebenso wenig unerwähnt wie die Stippvisiten in privaten Gärten, das Eintauchen in die Kunst und vieles mehr. Die Organisatorinnen identifizieren sich mit ihrer Aufgabe, Weyhern und Menschen aus der Ferne sowohl die Sehenswürdigkeiten als auch die schönen kleinen Dinge näherzubringen.

So hatten sich Regina Glawon und Annelie Schocke mit dem Wandel des Lahauser Vollmeierhofs Sengstake zum Reiterhof Niemeyer beschäftigt. Erika Klein wanderte mehrfach für und mit den Gästen.

Wie Ingrid Schierenbeck erläuterte, tauchten sie und ihre Mitstreiterinnen jedes Mal tief in ein Thema ein, um es intensiv vorzubereiten. Schierenbeck verglich die Recherche mit den Wellen, die ein ins Wasser geworfener Stein verursacht. So sei es auch mit dem Wissen, das nach und nach angehäuft wird. Doch die Recherche bereite den Gästeführerinnen sehr viel Vergnügen. Insgesamt hätten sie mindestens 1500 Stunden aufgebracht – dazu zählten auch Standbetreuungen etwa beim jüngsten Bahnhofsfest, bei Märkten oder Veranstaltungen im Rathaus sowie die regelmäßigen Treffen. Für Erika Christmann sei dieses enorme Engagement wie ein Halbtagsjob im Ehrenamt. Obwohl die Koordination zeitaufwändig sei, mache die Arbeit doch sehr viel Spaß. Für Sigrid Reinhard war das Treffen das letzte reguläre. Nach vielen Jahren verabschiedet sie sich. Sie hatte zuletzt eine Extra-Radtour in Berlin angeboten, an der 20 Weyher teilnahmen, und ein Exkursion zu den Denkmälern ausgearbeitet. „Meine Enkel und die Familie fordern mich“, begründet sie, weshalb ihre Kolleginnen im nächsten Jahr ohne sie auskommen müssen.

An Vorschlägen für neue Touren mangelt es nicht: Gemeindearchivar Wilfried Meyer plant eine Radtour zum Thema Bahnbetriebswerk, ein Moschee-Besuch in Brinkum steht ebenso auf der Vorhabenliste wie Touren nach Thedinghausen und eine Führung für Neubürger.

Ab sofort stehen den Gästeführerinnen neue Taschen mit dem Weyhe-Logo zur Verfügung, die sie gestern erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt haben.

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