Verwaltung stellt im Rathaus fünf Abiturienten vor

Fünf krempeln die Ärmel hoch

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (4.v.r.), Esref Kizilkara (r.), Tina Fischer (l.) und Ulf Panten (4.v.l.) mit den neuen Freiwilligen (v.l.) Catharina Zogmayer, Joana Weber, Jonas Till Jäschke, Henk van Hoorn und Nick Heilenkötter. - Foto: Schritt

Weyhe - Von Sigi Schritt. Catharina Zogmayer, Joana Weber, Henk van Hoorn, Jonas Till Jäschke sowie Nick Heilenkötter haben kürzlich in Leeste, Brinkum und Syke ihr Abitur bestanden und unterstützen jetzt als Freiwillige die Arbeit im Rathaus. Die Kulturbeauftragte Tina Fischer, der Umweltbeauftragte Ulf Panten und der Ausländerbeauftragte Esref Kizilkara stellten am Mittwoch im Rathaus ihre neuen Mitarbeiter vor.

Der 17-Jährige Nick Heilenkötter hat sich im Rahmen seines Bundesfreiwilligendienstes für die Flüchtlingsbetreuung entschieden. Zwar möchte er später einen technischen Beruf ergreifen. Wenn es nicht klappt, später ebenfalls auch verstärkt mit Menschen zu arbeiten, habe er zumindest jetzt dazu Gelegenheit. Die wolle er intensiv nutzen, sagt der Jugendliche. Von der teilweise schlechten Stimmung in der Bevölkerung zu diesem Thema habe er gehört. 

„Es wird viel geredet“, sagt er. Hörensagen reiche ihm nicht. Er möchte sich selbst ein Bild machen und scheut sich nicht, täglich von Ahausen mit dem Rad zum Rathaus zu fahren, um dann mit den Integrationslotsen loszuziehen.

„Ich habe viele Flüchtlinge kennengelernt. Es sind welche darunter, die die Balkan-Route zu Fuß absolviert hatten. Die Verständigung klappt mit Händen und Füßen, teilweise ist auch der Google-Übersetzer eine gute Hilfe. Ich sehe, was sie meinen. Man kann mit ihnen sogar über über Politik diskutieren.“ Heilenkötter hat Kinder erlebt, die sehr schnell Deutsch gelernt haben und deren Eltern, die sehr bemüht sind. „Die Arbeit macht Spaß“, sagt er. Der 17-Jährige zieht ein erstes Fazit: Auch wenn sie anstrengend sei, und es Probleme gebe, sieht er die Flüchtlinge als „Bereicherung für Deutschland“ an.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte lobte seinen Vortrag und seine „klare Haltung“. Heilenkötter sei ein „echter Gewinn für die Gemeinde“.

Doch auch für die Heranwachsenden äußerte Bovenschulte Respekt für ihre Entscheidung, sich in der Wesergemeinde einzubringen.

Wie Heilenkötter war auch Henk van Hoorn (18) im Leester Abijahrgang. Der Kirchweyher möchte sich in einem Studium mit erneuerbaren Energien oder mit Umweltschutz beschäftigen und sieht in der Arbeit in der Natur mit Ulf Panten eine gute Vorbereitung.

„Man lernt viel von Weyhe und von der Tierwelt“, ergänzt Joana Weber (19) aus Kirchweyhe. Nach seinem Abi in Brinkum sieht Jonas Jäschke den Freiwilligendienst als Bereicherung an. Er komplettiert das Trio im Panten-Team. „Er hat ein Auge für gewisse Dinge“, lobt Panten den 18-jährigen Hobbyfotograf, der gerne die Natur ablichtet.

Seit Juli assistiert die Brinkumer Abiturientin Catharina Zogmayer Tina Fischer im Kulturbüro im Rahmen des FSJ als Nachfolgerin von Antonia Kaluza. Zogmayer aus Groß Mackenstedt hat einen Faible für Kultur. Sie spielt mit Jonas in der Band „Friesentee“ (Richtung: Rock, Pop und Blues) und hatte bereits an mehreren Musical-Produktionen teilgenommen. Sie gestaltet im Rathaus den Kulturkalender und bereitet eine Kunstausstellung vor, die am Wochenende eröffnet werden soll.

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