Orchester „Flutes and Percussion“ des SV Kirchweyhe

Frische Klangerlebnisse in Illuminierter Kirche

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Die Kombination aus Musik und Beleuchtung schafft eine ganz besondere Stimmung in der Felicianuskirche.

Kirchweyhe - Von Uwe Goldschmidt. Einen perfekt inszenierten Abend hat „Flutes and Persussion“, das Flötenorchester des Sportvereins Kirchweyhe, am Samstag seinen Gästen in der Felicianuskirche geboten.

Im festlich illuminierten Kirchenschiff präsentierte sich ein starkes, 40-köpfiges Ensemble mit frischen Klangerlebnissen, vollem Gesamtklang und vielen überzeugenden solistischen Einsätzen. Die Mischung aus Kontrabassflöten, Marimbaphon, Pauken, Vibraphon, jeder Menge Querflöten und Schlagzeug war außergewöhnlich.

Mehr als 20 Jahre ist her, dass sich der Spielmannszug des Vereins in die Abteilungen Blasorchester und Flötenorchester aufgeteilt hatte. „Ein wichtiger Schritt für die Attraktivität und die Zukunft der Musik im Verein“, sagte Ulf Kehlenbeck, der Organisator der Gruppe, „weg vom Image der Marschmusik“. Stattdessen ein Konzept mit Originalkompositionen, Filmtiteln und Chorälen, das diesmal die besondere Akustik der Kirche nutzte.

Zum Auftakt intonierten die Musiker unter Leitung von Marc Horstmann das ruhige „In Noctem“ aus dem Harry- Potter-Film „The Half blood prince“. Mit Blick auf den in blauem und lilafarbenem Licht getauchten Altarraum erlebten die mehr als 200 Zuhörer ein stimmungsvolles Gesamtkunstwerk.

Die wortreiche Begrüßung und Moderation des Abends übernahm der eigens aus Ostfriesland angereiste Präsident des Niedersächsischen Musikverbands (NMV), Martin Engbers. Er führte mit allerhand Anekdoten und Musikerwitzen kurzweilig durch das Programm.

Musikalisch ging es in die Wüste: Mit „Sahara“ schuf der Komponist Christoph Ahlemeyer ein orientalisch inspiriertes Stück mit einem breiten Spektrum an Klangfarben. Insbesondere der Beginn der Komposition mit der ungewöhnlichen Kombination von Windgeräuschen, rauschenden Flötentönen und verschiedenen Percussioninstrumenten schuf die entsprechende Atmosphäre. 

Der Zuhörer sah förmlich, wie der schier endlose Horizont der Sahara unter der heißen Wüstensonne flimmert. Zu Träumereien regten auch die folgenden Lieder „Rays of Hope“ und „Celtic Fantasy“ an. Darin fielen besonders die ausgiebigen und schnellen Soli der einzigen Picoloflöte im Orchester auf, gespielt von Jutta Glade. 

Mit der „Celtic Fantasy“ hatten die Musiker im Sommer auch beim Wertungsmusizieren im Rahmen des Landesturnfestes in Göttingen erfolgreich teilgenommen und Bestnoten bekommen. Das Stück beschreibt in verschiedenen Tempi die Landschaft, Mythen und Tänze der keltischen Region.

Neben einem Medley mit Titeln aus dem Film „Forrest Gump“, unter anderem mit dem bekannten „Feather Theme“, beeindruckte vor allem das ebenfalls prämierte Stück „Brooklyn Bridge“ von Christoph Ahlemeyer.

In fünf Szenen und drei Sätzen entführt der Komponist nach New York, mal jazzig laut und krachend mit deutlichen Anleihen bei Leonard Bernsteins „Westside Story“, mal ruhig dahin schwebend. Die Brooklyn Bridge, eines der bekanntesten Wahrzeichen der US-Metropole, steht für Freiheit und Grenzenlosigkeit, für Abenteuer und Romantik, ein Thema, das Komponist und Ensemble begeisternd interpretierten.

Mit energisch geforderten Zugaben und Ovationen fand mit dem 22-Uhr-Gongschlag und dem Titel „My Way“ ein beeindruckendes Konzert seinen Abschluss.

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