Freiwilliger Einsatz in Barrien

Vier Flüchtlinge helfen bei Hallenbad-Reinigung

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Saeed Haidari, Ehsan Barghamadi, Havazh Djumaev und Wahid Heydari waren sofort bereit, als Burghard Großmann (M.) sie einlud, sich an einem freiwilligen Arbeitseinsatz im Barrier Hallenbad zu beteiligen.

Weyhe - Rund sechs Tonnen feuchtes Granulat haben freiwillige Helfer am Sonnabend per Hand aus der Filteranlage des Barrier Hallenbades herausgeholt. Das 13 Jahre alte Granulat drohte zu verpappen, so dass das Badewasser nicht mehr gefiltert wurde.

Um Geld zu sparen, hatten die Mitglieder des Vereins Hallenbad Barrien beschlossen, die Arbeit mit eigenen Kräften zu erledigen und setzten einen Arbeitsdienst an. Rund 20 Helfer bildeten eine lange Kette, in der die Eimer von Hand zu Hand wanderten. Ganz besonders freuten sich die beiden Initiatoren der Aktion, Anja Maaß und Per Schmidt, darüber, dass sich auch vier junge Flüchtlinge beteiligten, die in Begleitung von Burghard Großmann aus Weyhe gekommen waren und sich in die Eimerkette eingliederten.

Da auch Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Weyhe das Barrier Bad nutzen, beschlossen sie spontan, sich daran zu beteiligen. Die vier jungen Flüchtlinge Havazh Djumaev, Saeed Haidari, Ehsan Barghamadi und Wahid Heydari, Mitglied im Integrationsrat der Gemeinde Weyhe, hatten bei DLRG-Mitglied Burkhard Großmann das Schwimmen gelernt. Sie sagten gerne zu als dieser sie ansprach und um Unterstützung bat. „Wir freuen uns, dass wir dabei mithelfen dürfen“, berichtete Heydari. „Sie sind dankbar für unsere Hilfe und suchen immer Möglichkeiten, etwas dafür zurückgeben zu können“, sagte Großmann. 

Wichtig für gelebte Integration

Solche Anlässe seien wichtig für eine gelebte Integration, meint er. Daher beschränkt sich die Unterstützung der jungen Männer nicht allein auf die Aktion am Barrier Hallenbad. Insgesamt gehören nach Heydaris Angaben zwölf Männer zu der Gruppe, die auch mithelfen, wenn die Weyher Kindernothilfe den regelmäßigen Bücherflohmarkt veranstaltet. Dann schleppen sie beispielsweise die schweren Bücherkisten.

Das ehrenamtliche Engagement gefällt ihnen. Sie freuen sich über Anerkennung, die sie bekommen, denn aus ihren Heimatländern Iran, Afghanistan und Tschetschenien kennen sie das Ehrenamt nicht. Natürlich helfen sie sich in ihrer Heimat auch gegenseitig freiwillig. „Aber eine freiwillige, unentgeltliche Tätigkeit für eine öffentliche Einrichtung ist ihnen aus der Heimat unbekannt“, so Großmann, der im Frühjahr zusammen mit Heydari dessen Familie im Iran besucht hat.

bt

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