Freiwilligendienst in Stuhr

Gemeinde vergibt freie Stellen in Kitas, Schulen & Co.

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Lara Schurad (M.) bereitet ihr FSJ viel Spaß, zur Freude von Michael Fütterer und Katharina Hebecker. 

Weyhe - Von Philipp Köster. Lara Schurad hat seit ein paar Monaten ganz viel Spaß. Die 19-jährige Weyherin absolviert in der Grundschule Lahausen ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Im Sommer hat sie angefangen. Und rasch gemerkt: „Das ist der Job, den ich machen möchte: Grundschullehrerin.“

Allein unter dem Dach des Fachbereichs 2, Bildung und Freizeit, hat die Gemeinde jährlich Dutzende FSJ- und BFD-Stellen zu besetzen: in Kitas und Schulen, im Kulturbüro und den beiden Jugendhäusern. BFD steht für Bundesfreiwilligendienst. Dessen Absolventen können anders als die FSJler, die zwischen 15 und 26 Jahre alt sind, auch älter sein. „Selbst Rentner können einsteigen“, sagt Michael Fütterer, der im Rathaus als Ganztagskoordinator für die Grundschulen tätig ist.

Womit wir wieder bei Lara Schurad sind. Die junge Frau erzählt mit hörbarer Begeisterung von ihrer Arbeit. In Lahausen kümmert sie sich von morgens bis mittags um Kinder der ersten Klasse. „Ich schaue, wer Hilfe braucht und erledige kleinere Arbeiten, zum Beispiel mache ich Kopien. Ich bin eigentlich die ganze Zeit am Rumlaufen.“ Von den Lehrerinnen und Lehrern werde sie wie eine Kollegin behandelt, sei voll integriert.

Beim Mittagessen achtet Lara darauf, dass sich die Sprösslinge an die Regeln halten. Auch mal einen Tisch abzuwischen - dafür ist sich die 19-Jährige nicht zu schade. Dann geht es an die Hausaufgabenbetreuung in einer zweiten Klasse. „Ich kontrolliere, ob die Kinder klarkommen.“ Was sie aber nicht macht, ist, derart zu helfen, dass der Lehrer ein falsches Bild vom Leistungsvermögen bekommt. Doch hilft sie natürlich, wenn es bei der Hausaufgabe „komplett in die falsche Richtung geht“.

„Abends bin ich richtig kaputt“

Im Anschluss ordnet sie die Kinder in Schlangen, die mit Bus oder (Mama-)Taxi nach Hause fahren. Auch im Nachmittagsprogramm macht Lara Schurad mit. So betreut sie eine Sport- und eine Mädchen-AG. Mit dem Spätdienst bis 17 Uhr hat sie aber nichts zu tun. Der Tag ist ohnehin lang genug. „Abends bin ich richtig kaputt“, sagt sie.

Für Michael Fütterer ist Lara Schurad ein Musterbeispiel für Nutzen und Gewinn, den jungen Leuten ein FSJ oder BFD bringt, selbst wenn sie merken, dass sie anders als Lara in ihren Traumberuf hineinschnuppern. „Das bringt einem auch so was, man reift“, sagt Fütterer - auch wenn es mit 400 Euro nicht die Riesenentlohnung, sondern nur ein Taschengeld gebe.

Die meisten FSJ- und BFD-Plätze, 22, sind in den Kitas zu vergeben. Die Absolventen kümmern sich in den Krippen um die Ein- bis Dreijährigen und in den Kindergärten um die Drei- bis Sechsjährigen, sagt Katharina Hebecker vom Fachbereich Bildung und Freizeit. Das heißt, sie übernehmen Betreuungsaufgaben, helfen dem Fachpersonal und begleiten die Kinder bei Frühstück und Mittagessen. Außerdem arbeiten sie eigene Konzepte aus.

Insgesamt drei weitere Stellen sind in den Jugendhäusern Trafo und Leeste sowie im Kulturbüro (Marketing) zu besetzten. Drei Plätze gibt es zudem an den beiden Gesamtschulen.

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