Freitag statt Sonntag: Organisatoren werten Verlegung der Hobbykunstausstellung in der KGS Leeste als Erfolg

Ein Strick-Zoo und Schmuckstücke aus Besteck

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Diese Besucherinnen haben einen Stand mit gestrickten Tieren entdeckt.

Leeste - „Ich glaube, das Experiment ist gelungen“, freute sich Marie Bennemann schon am Freitagabend angesichts der zahlreichen Besucher, die zur Hobbykunstausstellung in die KGS Leeste gekommen waren. Die große Erleichterung darüber war sowohl bei den Organisatoren als auch bei den Ausstellern deutlich spürbar.

Lange hatte man nach einer Lösung gesucht, weil in diesem Jahr am Volkstrauertag nicht ausgestellt werden durfte. „Wir wollten terminlich mit keiner anderen Veranstaltung und erst recht nicht mit dem Weyher Markt kollidieren“, beschrieb Bennemann die verzwickte Lage, aus der sich der Freitag als erster Ausstellungstag ergeben hatte.

Ob es sich um die getöpferten, glasierten Figuren von Renate Kreienhop, die bunten Glasarbeiten von Harry Kessels oder das Holzspielzeug von Helmut Helmis handelte: Den Besuchern bot sich das vertraute Bild mit vielen hochwertigen Angeboten.

Renate Kreienhop bot den Gästen sogar an, noch rechtzeitig zum Fest weitere glasierte Krippen zu töpfern. Vor Helmut Helmis Stand schlugen einige Kinderherzen höher, denn er hatte neben Holzspielzeug ein dreigeschossiges und komplett eingerichtetes Puppenhaus ausgestellt.

Mit viel Liebe hatte eine Künstlerin einen Strick-Zoo mit zahlreichen Tieren gefertigt. Die dazu gehörende Waschanleitung nannte sie „Tierpflege“, und sie hatte auch nicht vergessen, darunter „täglich streicheln“ zu schreiben.

Ruth Wrede hatte aus Kirchweyhe bunte Herbstblätterkugeln mitgebracht. Dazu hatte sie buntes Laub kunstvoll über leichte Styropurkugeln gelegt, dieses mit Nadeln festgesteckt und alles mit silber- oder goldfarbenem Draht umwickelt.

Nostalgie pur verbreitete die Buchbinderei „Hof 25“ aus Hellwege. Sie bot selbst gebundene Bücher mit Seiten aus geschöpftem Papier an. An ihrem Stand gab es auch eine hölzerne Druckmaschine, Gänsefedern sowie auf Schellackbasis hergestellte, handmachte und farbige Tinten.

In einer Ecke der Pausenhalle hatte sich Anna Wecky einen ruhigen Platz gesucht, an dem sie ungestört malte und sich dabei von den Besuchern über die Schulter blicken ließ.

Als Löffel, Gabel oder Tortenheber wurden einst die Schmuckstücke von Irene Häseker verwendet. Mit viel kreativer Fantasie formt sie aus dem ehemaligen Besteck Armreifen, Fingerringe und Serviettenhalter.

Es gab Holzarbeiten, Gestricktes, Genähtes und Gesticktes in großer Vielfalt, ebenso Geschenkkarten, Kerzen, Baumschmuck und zahlreiche Gestecke. Unterdessen lief auf der Bühne der KGS ein musikalisches Programm, das mit dem Chor der Leester Hundertwasser-Grundschule eröffnet wurde und an dem sich weitere Bands, die Restless-Liners sowie die Ballettgruppe des FTSV Jahn Brinkum beteiligten.

Den Überschuss der Veranstaltung teilen sich der Förderkreis der KGS Leeste und die Gruppe „Herzen gegen Schmerzen“.

bt

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