Freibad Weyhe öffnet unter Hygieneauflagen

Was Badegäste nun wissen müssen

Diese Infotafel weist auf die Einschränkungen hin: Im Schwimmerbecken dürfen sich maximal 20 Badegäste pro Doppelbahn aufhalten.
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Diese Infotafel weist auf die Einschränkungen hin: Im Schwimmerbecken dürfen sich maximal 20 Badegäste pro Doppelbahn aufhalten.

Die Gemeinde Weyhe startet die Freibad-Saison am kommenden Montag. Allerdings müssen sich die Gäste auf coronabedingte Einschränkungen einstellen. Das Freibad-Team unterteilt zum Beispiel jeden Badetag in verschiedene Schwimmzeiten, für die jeweils einzelne Karten gelöst werden müssen.

Weyhe – Das Wasser plätschert von der Kinderrutsche, die Wassertemperatur beträgt 23 Grad. Im Weyher Freibad herrscht bereits Betrieb. Seit Dienstag dürfen Schüler im Rahmen des Sportunterrichts in den Becken ihre Runden drehen, ab kommenden Montag ist das auch der Allgemeinheit gestattet.

Wer auf das Freibadgelände möchte, muss allerdings einige Corona-Regeln einhalten, die die Gemeinde verkündet hat. Das Hygienekonzept des Freibads sieht in der Corona-Krise unter anderem Einlassbeschränkungen, Schwimmzeitbegrenzungen, aber auch eine Maskenpflicht vor. Außerdem ist ein Negativ-Test bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 notwendig. Rechnerisch dürfen maximal 160 Personen gleichzeitig im Wasser sein, erklärt Schwimmmeister Markus Kuske eine der vielen Bedingungen. In den beiden Nichtschwimmer-Becken dürften maximal 50 Menschen ins Wasser gehen, und im Wettkampf-Becken dürften maximal 60 Menschen durchs Wasser kraulen. Jeweils zwei 50-Meter-Bahnen wurden zusammengefasst. In ihnen gilt nun ein Kreisverkehr.

Der Sprungturm werde ebenfalls geöffnet. Badegäste dürften ebenso vom Ein-Meter-Sprungbrett ins Wasser hechten wie von der drei Meter hohen Plattform. Sollten Gäste es wünschen, so Kuske, öffne er und sein Team auch die Fünf-Meter-Plattform.

Allerdings sei es nicht möglich, den ganzen Tag über im Bad zu verweilen. Die Nutzer müssten sich für bestimmte Schwimmzeiten entscheiden, erklären Bürgermeister Frank Seidel und die Rathausmitarbeiterin Susanna Clottey. Diese Zeiten variieren allerdings. Von Montag bis Freitag gelten folgende Zeiträume: 6 bis 8 Uhr, 9 bis 12 Uhr, 13 bis 16 Uhr und 17 bis 20 Uhr. Am Dienstag und Donnerstag ist der Zeitraum von 9 bis 12 Uhr nur für Schulen und der von 17 bis 20 Uhr nur für Vereine reserviert. Am Mittwoch ist die Zeit von 9 bis 12 Uhr erneut Schulen vorbehalten. Am Wochenende fällt das Frühschwimmen aus.

Pro Schwimmzeit dürfen sich auf dem Gelände in der Regel bis zu 350 Gäste aufhalten. Nur beim Frühschwimmen sinkt die Zahl auf 100.

Die Gemeinde öffnet im Gebäude zwar die Umkleidekabinen, aber dort dürfen sich gleichzeitig nur vier Personen aufhalten. Die Duschen sowie die Toiletten im Gebäude bleiben gesperrt. Wer die Toilette aufsuchen möchte, den bittet das Freibad-Team, eine der Anlagen auf der Außenseite des Gebäudes zu benutzen.

Da sich viele Gäste im Freien umziehen werden, hat der Förderverein des Freibads Sichtschutz-Boxen aus Holz aufgestellt. Weitere werden folgen kündigt Jochen Badtke, Vorsitzende des Fördervereins, an.

Die Eintrittskarten für jede einzelne Schwimmzeit sind an der Kasse im Vorverkauf erhältlich. Dieser startet am kommenden Sonntag. In der Zeit von 13 bis 18 Uhr können Bürger die ersten Karten ordern. Das Freibad-Team weist darauf hin, dass Schwimmzeiten grundsätzlich nur sechs Tage im Voraus gebucht werden können.

Spontanes Baden sei möglich, aber nur, wenn es freie Restkarten gebe, die für den jeweiligen Tag verkauft werden. Susanna Clottey ergänzt, dass Saisonkarten für 2021 nicht verkauft werden. Erwachsene müssen für die Einzeltickets 3,50 Euro und Kinder sowie Jugendliche müssen jeweils einen Euro zahlen.

Obwohl die Schwimmzeiten eingeschränkt sind, sinken die Eintrittspreise nicht. Der Betrieb des Bades sei ohnehin ein Zuschussgeschäft, so Clottey. Ängste, dass die Einnahmeverluste gegenüber einer normalen Saison größer werden, und das Bad deshalb in finanzielle Schieflage gerät, müsse niemand haben. „Die Zukunft des Bades ist sicher“, so Clottey.

Schauen sich eine Freiluftumkleide an: Der Vorsitzende des Freibad-Fördervereins Jochen Badtke (l.), Bürgermeister Frank Seidel sowie Rathausmitarbeiterin Susanna Clottey. Die Gemeinde stiftete das Material für weitere Sichtschutz-Elemente aus Holz.

Von Sigi Schritt

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