Betriebsleiter zieht Zwischenfazit

Corona-Regeln für Freibadsaison: Wie läuft’s im Freibad Weyhe?

Anbaden, aber auf Abstand: Das Freibad Weyhe hat seit dem 15. Juni geöffnet.
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Anbaden, aber auf Abstand: Das Freibad Weyhe hat seit dem 15. Juni geöffnet.
  • Lisa-Marie Rumann
    vonLisa-Marie Rumann
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Weyhe – Die diesjährige Freibadsaison ist alles andere als normal: Vorabanmeldungen, Masketragen sowie Einbahnstraßensysteme in Schwimmbecken und Fluren sind nur ein paar Beispiele aus dem Regelwerk zur Benutzung des Weyher Freibades. Seit dem 15. Juni läuft der Betrieb am Neddernfeld unter Corona-Auflagen (wir berichteten). Zeit für ein Zwischenfazit: Achten die Besucher auf die Regeln? Kommen weniger Gäste als sonst? Wir haben nachgefragt.

„Witterungsbedingt ist es bisher noch eher ruhig“, resümiert Badebetriebsleiter Markus Kuske. Angesichts aller Widrigkeiten – viel Regen, niedrige Temperaturen und natürlich auch die coronabedingten Auflagen – sei er nicht ganz unzufrieden mit einer Besucherzahl von 6295 bis einschließlich Sonntag, 12. Juli. Das ist die Bilanz für den ersten Monat. Zum Vergleich: Der Besucherrekord lag im vergangenen Jahr bei fast 4000 Badegästen allein an einem einzigen Tag, berichtete einst Susanna Clottey vom Fachbereich für Bildung und Freizeit.

Doch auch in der Corona-Zeit hätte das Freibad einen Rekord verzeichnet. An bislang drei Nachmittagen war das Bad „ausgebucht“, am letzten Juniwochenende seien für die jeweils letzten Schwimmzeiten alle 200 verfügbaren Eintrittskarten verkauft worden. „Die Schwimmer sind einfach froh, dass sie endlich kommen können“, meint Kuske. Besseres Wetter in den kommenden Tagen und Wochen sei ihm dennoch lieb.

Gäste im Freibad Weyhe beherzigen Corona-Regeln

Ganz zufrieden sei Kuske wiederum damit, wie die Gäste die derzeit geltenden Corona-Regeln im Freibad beherzigen: „Es wird sich weitestgehend an alles gehalten. Diskussionen gibt es nur häufiger zur Maskenpflicht im Gebäude.“ Einige Besucher hätten ihm zufolge ihre Mund-Nasen-Bedeckung zu Hause vergessen oder weigern sich generell, eine zu tragen. In solchen Momenten müsse sein Team durchgreifen und erklären, dass es niemanden ärgern wolle, es aber eben besondere Regeln gebe, an die die Besucher sich im öffentlichen Raum halten müssen. Hin und wieder hätten sie sich mit den Gästen darauf geeinigt, ein Handtuch vors Gesicht zu halten – eine Alternative zur herkömmlichen Mund-Nasen-Bedeckung.

Weiterhin gesperrt bleiben die Duschräume.

Im Rahmen der Eröffnung Mitte Juni sprach der Betriebsleiter von Regeln, die bei Bedarf flexibel geändert werden könnten. Doch bislang hätten sich die neuen Abläufe bewährt, wesentliche Anpassungen seien seit der Eröffnung nicht vonnöten gewesen.Für schnellere Schwimmer sei nun eine Sportbahn eingerichtet worden.

Wie berichtet, endet die Badezeit 30 Minuten vor Betriebsschluss. Der Bitte um Verlassen der Becken würden die Besucher laut Kuske meist ohne Nachdruck nachkommen. Die Duschen im Gebäude seien weiterhin gesperrt, heißt es.

Schilder weisen die richtige Richtung.

Täglich gibt es von morgens bis abends drei bis vier Zeitfenster, in denen Besucher die Schwimmbecken nutzen können. 200 Karten seien nach wie vor pro Schwimmzeit erhältlich, die vorab gebucht werden können. Die Gemeinde bietet das restliche Kontingent für den Folgetag auf ihrer Homepage sowie auf der sozialen Plattform Facebook an. Eine Info veröffentlich die Gemeinde laut Pressesprecher Sebastian Kelm „außer der Reihe“ – und zwar, wenn eine Zeit ausgebucht ist.

Die aktuellen Besucherzahlen zeigen, dass spontane Freibad-Besuche doch möglich seien – allerdings eher bei schlechterem Wetter.

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