Jugendhaus Trafo weiht seine Kulturbühne ein

Ein Forum für Musik, Lyrik, Kabarett und mehr

Die Band „Friday Flashback“ bringt Pop- und Skatepunk auf die neue Bühne des Kirchweyher Jugendtreffs Trafo. - Foto: Ehlers

Kirchweyhe - Von Siard Schulz. Bühne frei für Nachwuchsmusiker aus der Region! Unter dem Motto „Jugendhaus Trafo – Live on Stage Volume 001“ haben am Sonnabend gleich drei junge Bands die neue, selbstgestaltete Bühne eingeweiht.

Den Anfang machte das Weyher Ensemble „Simply Not“ um die ehemalige Kulturamtsmitarbeiterin Antonia Kaluza. Mit eigenen Texten und gecoverten Songs bereitete die Combo den rund 60 Gästen einen ordentlichen Empfang. Deutlich lauter wurde es mit der Nienburger Gruppe „Friday Flashback“, die sich selbst dem Pop- und Skatepunk zuordnet und im kommenden Jahr das erste Album präsentieren will.

Die Gruppe „Lenna“ war die dritte Band im Bunde. Mit deutschsprachigem „Power-Pop“ steuerte sie ein weiteres Genre zum bunten Abend bei. Ihre letzte EP erschien erst vor drei Wochen, das Debüt-Album will sie schon im kommenden Jahr auf den Markt bringen. Als Sieger mehrerer Nachwuchscontests zeigten die Musiker ihre Professionalität auch auf der neuen Bühne.

Ebenso wie das Publikum war Jugendpfleger Carsten Platt begeistert von den Darbietungen der drei Gruppen. Der diplomierte Sozialarbeiter erinnerte sich dabei an seine eigene Jugend und die Konzerte in den Jugendhäusern. So wurde die Idee geboren, auch in Weyhe eine Kulturbühne zu errichten: „An den Wochenenden ist für Jugendliche in Weyhe nicht allzu viel los“, gab er zu. Nun allerdings könne man ihnen viel bessere Angebote machen, fern der Schule und mit einer entsprechend anderen Atmosphäre.

Bühne eng mit der Jugendwerkstatt entwickelt

Dass sich eine solche Bühne nicht von allein finanziert, ist dem Jugendpfleger bewusst. Umso dankbarer zeigte sich Platt dafür, dass er auf eine Spende aus der Bevölkerung zurückgreifen konnte. „So haben wir auf jeden Fall einen Teil der Kosten für die Beschallungsanlage und die Lichtinstallation gedeckt“, erklärte er. Die Bühne selbst war eng mit der Jugendwerkstatt entwickelt und errichtet worden. „Viele zuverlässige Hände wirkten dort zusammen, damit dieser Abend überhaupt erst möglich wurde“, resümierte der Koordinator der beiden Jugendhäuser.

Beschränkungen im Angebot soll es künftig nicht geben. Ob Kabarett, Musik oder Lyrik: Der Raum soll offen für Neues bleiben. „Alles, was auf eine Bühne gehört, kann hier gerne gezeigt werden“, waren sich Jugendpfleger Platt und die Kulturbeauftragte Tina Fischer einig.

Noch in diesem Jahr tritt zum Beispiel der junge Autor Sebastian Lehmann im Trafo auf. „Es soll eine ganz bunte Mischung aus Poetry Slam, Lesung und Kabarett werden“, sagte Fischer voller Vorfreude.

Komplett kostenfrei wie am Sonnabend könne man die kommenden Veranstaltungen allerdings nicht über die Bühne bringen. Doch sollen die Eintrittsgelder deutlich im einstelligen Bereich bleiben.

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