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„Borrmannplus“ will expandieren und zieht von Stuhr nach Dreye

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Von: Sigi Schritt

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Schauen sich das Gelände an: Ina Pundsack-Bleith, Dennis Sander sowie Sabine Heusmann und Detlef Borrmann.
Schauen sich das Gelände an: Ina Pundsack-Bleith, Dennis Sander sowie Sabine Heusmann und Detlef Borrmann. © Sigi Schritt

Dreye - Von Sigi Schritt. Die Folien, die in Supermärkten bekannter Ketten, Waren auf Palettenwagen umwickeln, stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Hause der Firma „Borrmannplus Verpackungen“.

Dieses Unternehmen will seine Produkte künftig nicht mehr von Stuhr, sondern von Weyhe ausliefern. Die geschäftsführenden Gesellschafter Detlef Borrmann und Sabine Heusmann haben gestern im Rathaus angekündigt, ihren Großhandel für Verpackungen ins Gewerbegebiet „Dreye West III“ zu verlagern.

„Dieses erfolgreiche und innovative Unternehmen wird die Gewerbestruktur in Weyhe bereichern“, so Ina Pundsack-Bleith. Die Stellvertreterin des Bürgermeisters und der Wirtschaftsförderer Dennis Sander weisen darauf hin, dass diese Firma mit insgesamt 30 Angestellten jetzt das letzte große unbebaute Grundstück in diesem Gewerbegebiet bekommen hat. Es ist 15.000 Quadratmeter groß und befindet sich im Entree-Bereich – also zwischen Mios, Reifen Günther und dem Unternehmen Ecoma Maschinenbau.

Modernes Verwaltungsgebäude samt Lager geplant

Wo jetzt noch Brachfläche ist, sollen ein modernes Verwaltungsgebäude samt Lager für 5 000 Palettenstellplätze entstehen. Sabine Heusmann und Detlef Borrmann möchten die neuen Gebäude zum Jahresende beziehen. Sie wollen ihre Lagerfläche verdoppeln. Derzeit haben sie in Stuhrbaum 3 000 Quadratmeter zur Verfügung, in Dreye werden es 6 000 sein.

Die Firma will sich mit dem Bau der Gebäude beeilen, denn dem Unternehmen sei kurzfristig eine von drei Lagerstätten weggebrochen. „Der Vermieter hatte vor einem Monat Eigenbedarf angemeldet und gekündigt“, erklärte Sabine Heusmann den Hintergrund.

Als einer der drei größten Anbieter für Verpackungsstretch-Folien in Deutschland liefert „Borrmannplus“ nach eigenen Angaben im Jahr 13.000 Tonnen Material aus, und der Umfang werde größer. Die großen Lebensmittelkonzerne zählen laut Detlef Borrmann ebenso zu den Kunden wie Logistikunternehmen und die Zentrallagerstätten von Handelsketten.

Das Areal ist 15000 Quadratmeter groß. Fotos: Sigi Schritt
Das Areal ist 15.000 Quadratmeter groß. © Sigi Schritt

Die Stretch-Folie diene der Palettensicherung. „Waren müssen ohne Schaden zu nehmen von A nach B transportiert werden“, erklärt Detlef Borrmann. Die Folie wirkt wie ein Gummiband und zieht sich zusammen.

Detlef Borrmann muss sicherstellen, dass diese flexible Verpackung das Packgut so sichert, dass es auf dem Weg zum Empfänger nicht von Kanten durchstoßen werden kann.

Neue Produkte werden auch in Asien entwickelt

In diesem Zusammenhang erläutert der Geschäftsführer, dass sein Unternehmen nicht nur Ware aus Dubai oder Asien importiert, sondern dort auch neue Produkte – zusammen mit den Lieferanten – entwickelt. 

Es sei dem Unternehmen aus dem Bremer Raum gelungen, eine Folie marktfähig zu machen, die sehr dünn, aber auch strapazierfähig ist. Normal sind die Bahnen auf den Papierrollen 300 bis 600 Meter lang. „Wir schaffen es, einen Kilometer Folie auf einen Pappkern zu bringen“, sagt der Geschäftsführer, der zusammen mit seiner Partnerin das Unternehmen im Jahr 2003 gegründet hatte.

Die Spezifikation des neu entwickelten Materials: Es spart laut Detlef Borrmann 66 Prozent CO2-Emissionen ein – im Vergleich zu den dickeren in der Branche üblichen Varianten. Die flexiblen Verpackungen bestehen aus dem Stoff Polyethylen (LLDPE), und sie seien recyclingfähig. „Es entstehen keine Dämpfe. Außerdem sind die Verpackungen lebensmittelecht.“

Das Unternehmen will sich nicht nur räumlich, sondern auch personell vergrößern und sucht Kaufleute im Groß- und Außenhandel sowie Fachkräfte für Lagerlogistik. „Wir bilden aus und planen zudem ein duales Studium einzurichten“, sagt Sabine Heusmann.

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