Hilfe für Neuankömmlinge

Weyhe sucht Flüchtlingspaten

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Im Allerweltscafé: Hewin mit Esra Abdul, Jürgen Kollien, Ibrahim mit Alia Abdul, Elisabeth Kollien, Ahmet Abdul und Wiebke Claasen (v.l.). 

Weyhe - Von Sigi Schritt. Sie müssen keinen Vertrag unterschreiben und sind zu nichts verpflichtet – gefragt ist lediglich praktische Lebenshilfe. Das ist die grobe Beschreibung von Familienpaten, deren Stamm die Gemeinde Weyhe aufstocken möchte.

„Vieles ergibt sich von selbst“, sagt Elisabeth Kollien. Die Erichshoferin ist eine der 90 Familienpaten, die es seit 2015 in der Wesergemeinde gibt. Als die große Welle kam, ging es darum, den Ankömmlingen zu zeigen, wo sich Geschäfte, Arztpraxen, Vereine und andere Einrichtungen befinden, so Kollien. Zwischen ihrer und der Familie, die sie betreut, habe sich mittlerweile „eine Freundschaft entwickelt“, berichtet die Erichshoferin. Wenn beispielsweise ein Fest ansteht, besuche man sich gegenseitig. „Das machen wir gerne. Das kam so mit den Eltern und Kindern“, berichtet Kollien.

Etwa drei bis vier Stunden Zeit pro Woche verbringen die Erichshofer in der Flüchtlingsfamilie. Dazu zählt beispielsweise auch der Besuch im Allerweltscafé in Lahausen. „Das ist eine nette Gemeinschaft“, sagt die Patin, in der die Anwohner auf andere Weyher treffen, die ähnliche Ziele wie sie verfolgen, nämlich „Flagge zu zeigen“, auch wenn das Klima rauer geworden ist.

„Wertvoller Beitrag zur Integration"

Wer sich über eine Familienpatenschaft informieren will, kann dies auf der Homepage der Gemeinde tun. Astrid Friedmann, Leiterin der Stabsstelle für Integration und Inklusion, hat zahlreiche Tipps zusammengestellt. Im Rahmen einer „Nachbarschaftshilfe“ seien die Paten unter anderem behilflich, die örtlichen Gewohnheiten zu vermitteln wie etwa Mülltrennung und den optimierten Verbrauch von Energie. Es könnte auch um Hilfe bei Hausaufgaben oder bei Bewerbungen gehen. Wer möchte, kann die Schutz suchenden Familienmitglieder in Absprache mit der Integrationsbeauftragten zu Behörden begleiten.

Die ehrenamtlich engagierten Bürger leisten einen „wertvollen Beitrag zur Integration der Menschen in unsere Gesellschaft“, so Friedmann. „Das tut Weyhe gut“, unterstreicht sie.

Wer Interesse hat, Menschen zu begleiten, kann sich bei Astrid Friedmann im Rathaus unter der Telefonnummer 04203 /71 217 informieren. Sie ist auch per E-Mail an friedmann@weyhe.de erreichbar.

www.weyhe.de

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