Bürgermeister Bovenschulte: Integrationslotsen eine wertvolle Hilfe

„Flüchtlingsarbeit läuft nur mit WhatsApp“

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Die Integrationslotsen Wahid Heydari (l.), Dina Badwan (3.v.l.) und Remla Menge-Colpa (r.) zusammen mit dem Integrationsbeauftragten Esref Kizilkara (2.v.r.), Fachbereichsleiter Udo Petersohn (2.v.l.) und Bürgermeister Andreas Bovenschulte.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge hat sich bewährt, zieht Bürgermeister Andreas Bovenschulte ein positives Fazit. Die Schutzsuchenden wohnen in Weyhe eben nicht wie in anderen Kommunen in Containern oder in Sammelunterkünften, sondern in ortsüblichen Wohngebäuden.

Für die Unterbringung der Flüchtlinge und Obdachlosen verfügt die Gemeinde über 31 eigene und 34 angemietete Objekte, in denen 430 Personen mit ausländischer Herkunft wohnen, berichtete der zuständige Fachbereichsleiter Udo Petersohn.

Drei Lotsen für 430 Flüchtlinge

Den größten Anteil der Mieter der von der Gemeinde verwalteten Häusern bilden Flüchtlinge aus Afghanistan mit 91 Personen, gefolgt von Syrern mit 86 Personen. Iraker (53), Türken/Kurden (31), Tschetschenen (26), Iraner (16) und Serben (16). Es gebe aber auch Flüchtlinge aus anderen Herkunftsländern wie Sierra-Leone, Eritrea und von der Elfenbeinküste, hieß es.

Damit die Unterbringung gut funktioniert, setzen Petersohn und der Integrationsbeauftragte Esref Kizilkara (58) auf drei Lotsen: Wahid Heydari (36) mit Wurzeln in Afghanistan und im Iran, Remla Menge-Colpa aus Bosnien (38) und Dina Badwan (56), die in Kuwait und in Ägypten gelebt hat.

Richtig eingestellt funktioniert die Flüchtlingsarbeit problemlos

Das Trio betreut die Flüchtlinge in den Unterkünften, kontrolliert den Zustand des Objektes hinsichtlich des Erscheinungsbildes und ermittelt die persönlichen Bedarfe der Ankömmlinge. „Wir begleiten sie zu Arztbesuchen, bei Behördengängen und bei Besuchen in Einrichtungen wie Schulen, Büchereien und Kitas. Und sprechen mit den Nachbarn“, so Dina Badwan.

Bis zum Ende des Jahres muss die Gemeinde laut Petersohn 178 Flüchtlinge aufnehmen. Da seit Anfang des Jahres bereits 31 angekommen und neun Personen ausgereist sind, ergibt sich eine Restquote von 156 Personen. Für die Verwaltungsmitarbeiter stellt die Anzahl kein Problem dar. Um mit den vielen Menschen in Kontakt zu bleiben, hat sich laut Badwan eines als nützlich herausgestellt: „Flüchtlingsarbeit läuft nur mit WhatsApp“.

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