42 Flüchtlinge untergebracht: Rund 70 Bürger fungieren als Familienpaten

Gemeinde sucht Unterkünfte

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Die Kirchengemeinden helfen mit, die Flüchtlinge zu betreuen. Archivfoto: Schritt

Weyhe - Von Sigi Schritt. Bürger und Gemeindeverwaltung haben erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Flüchtlingen etwa aus Syrien eine Willkommenskultur zu bieten. Fachbereichsleiterin Bettina Preißner und die Anwältin Ivonne Beneke geben im Rathaus einen Überblick.

Die Verwaltung hat insgesamt rund 70 Bürger registriert, die als Familienpaten fungieren möchten. Damit die Ehrenamtlichen, die einem vollkommen neuen Aufgabenfeld gegenüberstehen, auf die damit einhergehenden Fragen vorbereitet und ihre Erfahrungen austauschen können, hat die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der örtlichen Volkshochschule und Vertreter der Kirchengemeinden ein Konzept entwickelt. Ein fester Bestandteil ist ein themenbezogener Gesprächskreis in der Alten Wache, den Pastorin Gudrun Müller und Ivonne Beneke moderieren. „Es geht einerseits um die Fragen, wie die eigene Rolle ist, aber auch wie man der anderen Kultur begegnet“, so Beneke. Ihr Tipp lautet, sich so zu verhalten, wie es ein guter Nachbar tun würde. Andererseits gibt es im Gesprächskreis auch Hilfestellungen, denn bei den Ankömmlingen handelt sich teilweise auch um traumatisierte Menschen, die Schlimmes erlebt und Depressionen haben. „Die Flüchtlinge wissen nicht, wie ein Arztbesuch abläuft, wie das Schulsystem funktioniert und welche Unterstützung es gibt“, so Beneke weiter.

Nach der Sommerpause werden Gastreferenten zu verschiedenen Themengebieten informieren und den Familienpaten für Fragen zur Verfügung stehen.

Eine sogenannte Lenkungsgruppe unter der Leitung von Birgit Struthoff von der Volkshochschule bereitet Wissenswertes rund um die Flüchtlingsbegleitung auf und arbeitet dem Gesprächskreis zu, so Beneke. „Für alle Familienpaten hat die Lenkungsgruppe bereits eine Mappe mit nützlichen Materialien erstellt.“ Diese reichen von den Öffnungszeiten der Tafel oder des DRK über den Bürgerbusfahrplan bis zu einem Überblick über das Bildungspaket und das Asylverfahren. Weiterhin hat die Lenkungsgruppe einen Dolmetscherpool für Familienpaten einrichten können. Weyher mit unterschiedlichen Muttersprachen haben sich zur Verfügung gestellt.

Wer ebenfalls als Pate fungieren möchte, sollte sich an die Verwaltung wenden. Außerdem sucht die Gemeinde Wohnungen und Häuser, die sie anmieten kann.

Derzeit sind bereits 42 Flüchtlinge untergebracht, berichtete die Fachbereichsleiterin. Allerdings ist die Quote viel höher – insgesamt werden 151 Flüchtlinge erwartet.

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