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Wo Fischfreunde sich treffen

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Auf der Zierfischbörse gibt es nicht nur verschiedene Fische zu bestaunen, sondern auch Tipps von Experten. © Jantje Ehlers

Sudweyhe - Von Heiner Büntemeyer. Bei der Zierfischbörse in der Paul-Maar-Grundschule standen die Besucher am Sonntag schon lange vor dem offiziellen Beginn in der Pausenhalle. Natürlich hatten die sechs Züchter ihre Aquarien bereits am Sonnabend eingerichtet.

Sie hatten sie geflutet, das Wasser erwärmt und die Wasserpflanzen eingesetzt. Erst am späten Nachmittag kamen die Fische hinzu. In allen 38 Becken wurden ausschließlich von den Aquarianern selbst gezüchtete Fische angeboten. Meistens schwammen mehrere Arten in einem Aquarium. 

So auch bei Matthias Fischer, der in den Bassin der Goldmollys –eine golden schimmernde Zuchtform der Blackmollys – ein kleines Becken mit Zwerggarnelen gehängt hatte. Diese Zwerggarnelen, etwa so groß wie eine Stecknadel, waren jedoch ausgebüxt und mischten sich unter die Goldmollys.

Mit einem Kescher fing er sie mühsam wieder ein. Für die Zwerggarnelen bestand allerdings keine Gefahr, zum Lebendfutter zu werden. „Das sind sie nur, wenn sie sich häuten, weil sie dann für kurze Zeit ohne schützenden Panzer sind“, erklärte der erfahrene Züchter.

Sehr guter Ruf

Die Weyher Zierfischbörse hat einen sehr guten Ruf. Aus Goldenstedt war Carsten Tegler angereist, der ein Purpur-Prachtbarsch-Männchen für seine Zucht suchte und in Sudweyhe fündig wurde. Hans-Jürgen Koch aus Erichshof hat ein 500-Liter-Gesellschaftsaquarium und brauchte Guppys und Schwertträger als Ersatz für eingegangene Tiere. 

Er ist im Gegensatz zu Sven Ortmann ein ganz erfahrener Aquarianer. Ortmann dagegen beginnt erst jetzt mit der Aquaristik. Bevor er sein 400 Liter fassendes Aquarium besetzte, erkundigte er sich bei den Aquariumfreunden Weyhe, und der Vorsitzende Detlef Bösche besuchte ihn für eine Beratung.

„Das ist der richtige Weg“, bestätigte Pressewartin Renate Husmann, denn ein Aquarium ist ein in sich geschlossenes Ökosystem, bei dem zunächst die Pflanzen gesetzt werden, damit im Becken ein Stoffwechsel beginnt. Erst nach einiger Zeit können die Fische hinein. Auch dabei ist eine sinnvolle Reihenfolge zu beachten.

Viele Tipps für Aquarienbesitzer

Sven Ortmann geht es beim Fischbesatz vor allem um die Optik, Skalare und Antennenwelse sollten schon darunter sein. Allerdings weiß er, dass nicht alle Fischarten ins gleiche Aquarium passen. Also benötigt er wieder die Fachberatung der erfahrenen Züchter und bekommt den Hinweis, nicht zu viele Fische ins Becken zu setzen. Die Faustformel pro Zentimeter Fisch ein Liter Wasser sei nicht unbedingt richtig, erklärt Matthias Fischer. Seine Faustformel lautet „Weniger ist oft mehr“.

Der siebenjährige Lenn aus Lahausen hat dieses Problem nicht. Er hat vor einigen Wochen sein erstes Aquarium geschenkt bekommen und suchte am Sonntag Guppys, Neon, Welse und Pflanzen, damit endlich Leben in sein Aquarium einzieht.

Vorsitzender Detlef Bösche freute sich über die vielen Besucher. Er bot am Sonntag eine kostenlose Wasseruntersuchung an und bedankte sich bei Renate Husmann, Börsenwart Holger Kühn und seinem Stellvertreter Matthias Fischer für die gelungene Organisation der Zierfischbörse.

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