Finanzspritzen für den Weg zur WM

Wolfgang Schaumann setzt auf Förderung jugendlicher Spitzensportler

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Wolfgang Schaumann unterstützt den Entwurf der Satzungsergänzung, wonach die Gemeinde für jugendliche Spitzensportler ab Deutscher Meisterschaft pro Wettkampf maximal 250 Euro bezahlen.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Jugendliche Sportlerinnen und Sportler aus Weyhe, die an einer Deutschen, Europa- oder Weltmeisterschaft teilnehmen, sollen künftig eine besondere Finanzspritze bekommen. Dafür setzt sich Wolfgang Schaumann vom Gemeindesportring ein.

Er bittet die Politik, den rechtlichen Rahmen dafür zu schaffen, indem der Rat die Sportrichtlinie der Gemeinde ergänzt. Im Entwurf ist als Höchstbetrag 70 Euro pro Tag vorgesehen. In der künftigen Satzung soll außerdem eine Obergrenze von 250 Euro pro Wettkampf fixiert sein. Darüber soll der Ausschuss für Sport und Kultur unter anderem abstimmen. Das Gremium tagt öffentlich am heutigen Mittwoch um 18.30 Uhr im Rathaus.

Wolfgang Schaumann hatte sich im vergangenen Jahr für diese Satzungsergänzung starkgemacht, sagt er auf Anfrage. Er erklärt, weshalb er die Änderung für geboten hält. Die Kommune halte jährlich eine Summe von 10.000 Euro als Zuwendung für die Jugendarbeit bereit. Allerdings werde der Betrag nicht vollständig abgerufen. Schaumann sagt, dass die Mittel nur zu etwa 90 Prozent ausgeschöpft würden. „Das liegt daran, dass die Mitgliederzahlen in den Vereinen zurückgegangen sind“, erklärt er.

Von Überlegungen, den Etat entsprechend zu kürzen, hält er nichts. Damit würden Politik und Verwaltung das falsche Signal geben. Die Mittel müssten eher aufgestockt werden, sagt er, denn mittlerweile habe sich der Bedarf geändert.

Die Sportehrungen zeigen, dass die Weyher Jugendlichen erfolgreich auf Bundesebene und bei internationalen Wettkämpfen mitmischen. Im vergangenen Jahr reisten laut Schaumann etwa zehn Leistungsträger zu einer Deutschen Meisterschaft. Das waren unter anderem Korbball-Teammitglieder vom TuS Sudweyhe und Voltigierer des Reitvereins Sudweyhe. Jugendliche aus der Wesergemeinde nahmen zwar nicht an einer Europameisterschaft, dafür aber an Weltmeisterschaften teil. Die Sportvereinigung Kirchweyhe hatte die Rhönrad-Sportler Jakob Kremer und Lorena Hieke, beide Mitglied des Nationalkaders, entsendet.

Die Erfahrungen zeigen, dass Familien durch die Startgelder, Fahrten und Unterbringung erhebliche Kosten tragen müssen. Verbände und Vereine begleichen zwar einen Teil davon, aber es sei nicht deckend. Deshalb seien die Rufe in den vergangenen Jahren lauter geworden, dass die Gemeinde auch eine Einzelförderung übernimmt. Die strahlt laut Schaumann auch in den Breitensport hinein. „Leistungsträger wirken nämlich als Vorbilder in die Gemeinde hinein.“

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