Filmteam will Streifen zum Thema Eisenbahn in Weyhe drehen und sucht noch Material

Historische Dokumentation geplant

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Hochbetrieb am Kirchweyher Bahnhof um 1925. Der Film soll den Wandel von 145 Jahren örtlicher Eisenbahngeschichte erzählen und dokumentieren. Repro: Meyer

Weyhe - Die Weyher Filmgruppe hat sich ein neues Projekt vorgenommen. Nach dem 2014 produzierten Streifen „Unser Weyhe – Chronik einer lebendigen Gemeinde“ will sie nun das Thema „Eisenbahn in Weyhe“ umfassend bearbeiten.

Kleine Ausschnitte der eindrucksvollen Eisenbahngeschichte waren zuweilen in den bislang veröffentlichten Filmen eingebaut, doch nie als eigenständiges Thema. Jetzt will das eingespielte Team um Wolfgang Wortmann einen „echten Eisenbahnfilm“ produzieren. Helmut Fellermann, Helmut Raddatz, Hermann Bischoff und Wilfried Meyer erhalten dabei Unterstützung von Dieter Helms und Ulrike Riffert von der Gemeinde. Das Ziel der Gruppe ist, den Film als historische Dokumentation bis hin zum heutigen Zustand der Bahnanlagen zu produzieren. Die Länge wird sich nach dem vorhandenen Material an alten Filmstreifen, Fotos und Dokumenten richten. „Solange es spannend und interessant ist, spielt die Länge keine Rolle“, ist die Devise. Aktuelle Aufnahmen und Interviews von Zeitzeugen gehören wie immer zum bewährten Konzept. Nicht nur die „große“ Eisenbahn zählt dazu, sondern seit 1910 auch die Kleinbahn.

Kaum eine Kommune in der Region wurde durch die Eisenbahn so verändert wie Kirchweyhe, Lahausen und Leeste. Aber auch in den anderen Bereichen wohnten Eisenbahner; schließlich hatten um 1920 fast 1500 Einwohner dort ihren Arbeitsplatz. Ganze Straßenzüge mit Eisenbahnerwohnungen prägen noch heute das Ortsbild, obwohl niemand mehr sein Brot an der Bahn in Weyhe verdient. Auch das Vereinsleben wurde durch die Bahn geprägt (ETSV und Boxring 46).

Der Wandel dieses Berufszweiges ist sichtbar, viele Gebäude und fast alle Anlagen sind bereits verschwunden, nur die zahlreichen Gleise lassen die einstige Bedeutung der Eisenbahn erahnen. Der Film soll diese Entwicklung durch Bilder und Kommentare dokumentieren.

Falls frühere Eisenbahner oder andere Hobbyfilmer noch unbekanntes Material zum Thema haben, sollten sie sich an Gemeindearchivar Wilfried Meyer wenden. Nach Sichtung der alten Streifen würde eine Digitalisierung erfolgen und vielleicht zur Ergänzung der bisherigen Filme beitragen. Auch alte Fotos oder Dokumente der lokalen Eisenbahnära sind gern gesehen, alles gibt das Team anschließend den Spendern zurück.

Kontakt unter E-Mail w.meyer.weyhe@t-online.de oder telefonisch am kommenden Montag ab 18 Uhr im Bildarchiv in der Wassermühle unter Telefon 04203/ 4609 melden.

wm

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