Filmstar verlieh dem Postgebäude kurzzeitig den Glanz von Hollywood

Leester Haus mit einer fast 100-jährigen Geschichte

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Eine historische Ansicht des früheren Wohnhauses mit dem Baudatum 1918 am Giebel. Repro: Meyer

Weyhe - Von Wilfried Meyer. Im Zuge der Umgestaltung des Leester Ortszentrums wird das Haus aus dem Jahr 1918 , in dem die Postagentur ihren Sitz hat, bald einem Neubau Platz machen. Viele Weyher kennen das Gebäude noch als Geschäftshaus von Peter-Christian Horn, der dort seit 1967 einen Laden für Farben, Tapeten und Fußbodenbeläge betrieb, zuletzt nannte er sich Raumausstatter. 2001 verkaufte er das Haus und wohnt jetzt in Bremen.

In diesem Haus an der Leester Straße ist die Postagentur untergebracht. Sie zieht in wenigen Wochen aus.

Bekannt unter „PC Horn“ war der heute 73-Jährige am 14. November 1974 der Mitbegründer und der erste Vorsitzende der Leester Werbegemeinschaft. Während dieser Zeit hatte er unter anderem sogar mal die international bekannte Filmschauspielerin Maria Schell („Tatort“, „Superman“, „Der Besuch der alten Dame“) in seinen Geschäftsräumen zu Gast, die dort Autogramme verteilte. Außerdem gründete er am 4. September 1997, nach dem frühen Tod seiner Ehefrau, den Weyher Hospiz-Verein. Peter-Christian Horn erinnert sich gerne an seine Leester Zeit, kommt auch immer mal wieder in die Wesergemeinde. „Ich stamme vom Niederrhein und habe mir die typische Mentalität bewahrt. Was viele nicht wissen: Ich bin ausgebildeter Zauberkünstler. Mein tägliches Brot verdiente ich aber als Farbenvertreter, und so kam ich auch häufig nach Leeste in dieses Haus. Dort betrieb damals Heinrich Brune sein Farbengeschäft, und als ich 1967 erfuhr, dass er einen Nachfolger suchte, überlegte ich nicht lange. Zuerst hatte ich meinen Laden auf der einen Seite und die Buchhandlung Schüttert ihren auf der anderen Seite.“

Und der Syker Buchhändler Hermann Schüttert, der später mit seinem Geschäft gegenüber der früheren Kühlstelle, dem heutigen Pizzaladen umzog, erinnert sich schmunzelnd: „Wir hatten damals nur ein gemeinsames Telefon und eine Toilette, aber es war toll, Peter-Christian Horn als Nachbarn zu haben. Ich habe ihn als Frohnatur in Erinnerung.“

Der Leester Horst Brüning erinnert sich ebenfalls an das Haus: „Nachdem wir im Herbst 1943 in der Bremer Nordstraße ausgebombt worden waren, zog meine Mutter mit mir nach Leeste. Etwa im Frühjahr 1944 bekamen wir eine Wohnung in diesem Haus zugewiesen. Mittig war ein sehr großer Flur, rechts unser Wohn- und links das Schlafzimmer, die späteren Ladenräume. Es gehörte damals dem Landwirt Cohrs aus Hagen, von dem ich auch ein historisches Foto von diesem Haus erhielt.“

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