Wirtschaftsförderer warnt

Neue Abzock-Masche: Ominöser Kalender soll Feuerwehr unterstützen

Ein Mann zeigt auf einen Knopf für den Feuerwehrnotruf an einer Backsteinwand.
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Schlägt Alarm und warnt vor unseriösen Anzeigenverkäufern: Wirtschaftsförderer Dennis Sander.

Weyhe – Wirtschaftsförderer Dennis Sander warnt Gewerbetreibende vor einer neuen Masche, die derzeit in Weyhe aufgefallen ist. Es gehe darum, aus dem guten Ansehen der ehrenamtlichen Brandbekämpfer Kapital zu schlagen: Firmeninhaber hätten dem Rathaus gemeldet, dass ein auswärtiges Unternehmen vorgibt, die örtliche Feuerwehr unterstützen zu wollen.

Dieses möchte einen Blaulicht-Kalender herausbringen. Das würde laut Sander aber nur funktionieren, wenn entsprechende Anzeigenerlöse zusammenkommen.

Der Wirtschaftsförderer rät davon ab, Anzeigen zu schalten. Die möglichen Auftragnehmer würden gegenüber den Vertretern der Weyher Betriebe andeuten, dass mit dem Kauf nicht die Feuerwehr allgemein, sondern ganz direkt die Einsatzkräfte in der Wesergemeinde unterstützt würden. Es würde also der Anschein erweckt, Geld würde nach Weyhe zurückfließen. Der Wirtschaftsförderer warnt sogar davor, diese Anzeigen-Offerten anzunehmen. Sander wisse weder ob solch ein Kalender-Werk überhaupt gedruckt, noch wo es erscheinen werde. Auffällig sei ebenso, dass bislang keine Spenden geflossen seien. Es seien auch keine Beträge angekündigt.

Die Höhe der Beträge, die gefordert würden, hätten es in sich, so Sander. Die Firma biete Anzeigen-Abos an. Die Folge: Ein Unternehmer würde Anzeigen für mehrere Kalender bezahlen und so einen jährlichen Betrag bis zu 1200 Euro ausgeben. Damit aber noch nicht genug: Laut Sander würden auch mehrjährige Abos abgeschlossen, die sich verlängern würden. Für eine fragwürdige Leistung könnten Unternehmer am Ende rund 4 000 Euro bezahlen.

Die Gemeinde habe keine Handhabe gegen diese Firma. „Es ist kein Betrug, weil es die Anzeigen tatsächlich gibt“, so Sander. Die Firma gebe auch vor, im Auftrag der Gemeinde unterwegs zu sein. Das weise die Gemeindeverwaltung von sich. Sollte ein Unternehmen tatsächlich bei der Gemeinde akkreditiert sein, würde es mit einem entsprechenden Legitimationsschreiben der Verwaltung ausgestattet werden, kündigt Sander an.

Es gebe tatsächlich zwei Verlage, mit denen die Gemeinde zusammenarbeite. Sie bringen einerseits einen Taschenkalender und andererseits einen großen Gemeindeplan heraus. Außerdem würde die Gemeinde in solch einem Fall der Presse stets einen Hinweis geben.

Wer die Feuerwehr tatsächlich unterstützen will, kann sich an das Rathaus wenden. Dort könne Detlef Plate vom Fachbereich Ordnung und Soziales unter 04203/71110 oder per E-Mail an plate@weyhe.de weiterhelfen. Er würde auch den Kontakt zu den Ortswehren herstellen. Es sei aber auch möglich, sich direkt an die Fördervereine der Feuerwehren zu wenden, erklärt Wirtschaftsförderer Dennis Sander.

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