Felicianusgemeinde hebt Begegnungscafé für Flüchtlinge und Einheimische aus der Taufe

Garantiert missionierungsfreie Gelegenheit zum Austausch

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Schenkt schon mal ein: Albert Gerling-Jacobi plant die Einrichtung eines Begegnungscafés.

Lahausen - Von Philipp Köster. „Wir müssen aus dem Huf kommen und ein eigenes Projekt anschieben. Das steht uns gut zu Gesicht.“ Albert Gerling-Jacobi, Pastor in St. Felicianus, sieht die evangelischen Kirchengemeinden in Weyhe in der Pflicht, was die Betreuung von Flüchtlingen angeht.

Darum plant er in Absprache und Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Paten, der politischen Gemeinde um die neue Beauftragte Astrid Friedmann sowie der Lenkungsgruppe ein Begegnungscafé im Gemeindehaus Lahausen am Kleiberweg. Denn anders als in den Nachbarkommunen gibt es ein solches noch nicht in Weyhe. Zwar dezentral untergebracht, sollen die Migranten doch an einem zentralen Treffpunkt zusammenkommen können und dort Einheimische kennen lernen, begleitet von einem Team aus ehrenamtlichen Helfern.

Voraussichtlich am Freitag, 19. Februar, soll es losgehen. Von 15 bis 18 Uhr kommen interessierte Flüchtlinge mit den Weyhern bei Kaffee, Kuchen, Tee und Keksen ins Gespräch, können gemeinsam spielen und Deutsch lernen, während die Kinder im kleinen Saal betreut werden.

Das Café dient als Ort des Austauschs und der Vernetzung, wie es neudeutsch heißt. Die hannoversche Landeskirche hat Gerling zufolge extra Mittel für die Stellen zur Verfügung gestellt: Unter dem Dach des Diakonischen Werks der Kirchenkreise Syke-Hoya und Diepholz hilft Marlies Winkler den Gemeinden bei der Einrichtung solcher Begegnungsstätten.

Ohne Ehrenamt geht aber auch dort nichts, darum sucht der Pastor 20 bis 25 Leute, die freitagnachmittags dabei sein wollen. Über die Familienpaten und den Integrationslotsen Wahid Heydari will Gerling-Jacobi dafür sorgen, dass viele Migranten kommen. Zwar sei das Gemeindehaus ein bisschen abgelegen, es gebe aber nun mal in Weyhe nicht den geeigneten und verfügbaren zentralen Ort der Begegnung. Zwar stellt dem Geistlichen zufolge die Felicianusgemeinde den Raum, es handele sich aber nicht um eine Missionsveranstaltung, betont der 56-Jährige. „Wir hängen kein Kreuz auf. Es gibt auch keinen Gottesdienst.“ Ohnehin verfüge er nicht über die Daten der Flüchtlinge, wisse also nicht, wer Christ sei und wer Muslim. „Das Café ist offen für alle.“

Die Finanzierung des Projekts stellen politische und Kirchengemeinde sicher, zusätzliche Mittel bei der Landeskirche sind beantragt.

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