Familien-Ensemble „Luchian-Quartett“ gibt sich Ende August in Felicianuskirche die Ehre

Klassische Interpretationen, die so manchen Zuhörer zu Tränen rühren

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Tania und Romeo Luchian sind von der guten Akustik in der Felicianuskirche angetan.

Kirchweyhe - Von Philipp Köster. „Was für eine Akustik! Das ist ein Traum!“ Professor Romeo Luchian war gestern Morgen ganz aus dem Häuschen, als er auf seinem Akkordeon spielend durch das Kirchweyher Gotteshaus ging. Begleitet von seiner Frau Tanja an der Violine war er erstmals in der Felicianuskirche und machte eine Art „Soundcheck“. Denn am Freitag, 28. August, tritt das Paar um 19.30 Uhr dort auf. Aber nicht nur Tanja und Romeo geben ein etwa zweistündiges Konzert, sondern auch ihre Töchter Michaela und Daniela.

Die vier bilden das Luchian-Quartett. Das Familienensemble will mit Höhepunkten aus Klassik, Kirchenmusik und Folklore die Besucher erfreuen, vielleicht sogar das Herz anrühren. Davon ist zumindest Hannelore Leifeld von der Kirchengemeinde überzeugt, die die Musiker in Achim gesehen hat und „restlos begeistert“ war. „Da kommen einem die Tränen.“

Die Besucher hören Klassikhits, wie zum Beispiel dem „Ave Maria“. Bach, Chopin und Händel stehen auf dem Programmzettel, aber besonders emotional könnte es bei georgischen und moldawischen Volksliedern werden. „Ich hätte nie gedacht, dass diese Lieder dem deutschen Publikum so gefallen“, sagt Tanja Luchian. Was beim Konzert sicher auch gut ankommen wird, sind die Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate. Die Akustik in der Felicianuskirche lasse diese getragen darzubietenen Stücke zu. Nicht in allen Hallen und Kirchen könne man es spielen, sagen die Dozenten.

Das Ehepaar Luchian stammt aus Moldawien, wohnt aber inzwischen in Rumänien. Den Kontakt zu den beiden hatte Werner Bartsch, Inhaber der Firma Ernst Bartsch Industriebau in Dreye, schon vor vielen Jahren geknüpft. „Ich wollte Musiker haben, die bei unserem 75-jährigen Firmenbestehen im Jahr 2000 spielen.“ Also machte sich Bartsch in Bremen auf die Suche und fand in den damaligen Straßenmusikern die richtigen.

Immer wieder kommt die Familie seitdem in die Gegend, um vor allem in Altenheimen und Kirchen die Besucher zu begeistern. Neben Romeo am Akkordeon und Tanja an der Violine wirken bei dem Konzert am 28. August auch Tochter Daniela – die angehenden Medizinstudentin spielt Flöte, Querflöte und Panflöte – sowie ihre Schwester Michaela (Violine) mit. Die Musikstudentin hat bei einem renommierten internationalen Wettbewerb in Rumänien, der „Goldenen Lyra“, einen zweiten Preis in der Kategorie Geige gewonnen.

Auch Sprössling David wird musikalisch erzogen. Der Siebenjährige spielt die Holzflöte, die im Gegensatz zur Blockflöte alle Töne erzeugen kann. Auch der Jüngste der Luchians, Sohn Jacov, wirkt manchmal mit. Der Dreijährige schnappt sich zuweilen den Taktstock und gibt den Ton an.

Bei dem Konzert wird kein Eintritt erhoben, aber um eine Spende für die Familie gebeten.

Zur Einstimmung empfiehlt sich Michaela Luchians Interpretation des „Csárdás“ von Vittorio Monti.

https://www.youtube.com/watch?v=YhjsQhqPulk

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