„Es sieht schlimmer aus, als es ist“

Famila-Neubau in Leeste: Eröffnung im November realistisch

Das Schild verrät es: Das Gebäude hinten rechts soll der neue Famila-Markt in Leeste werden. Im Vordergrund wird die Zufahrt zum Parkplatz gebaut.
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Das Schild verrät es: Das Gebäude hinten rechts soll der neue Famila-Markt in Leeste werden. Im Vordergrund wird die Zufahrt zum Parkplatz gebaut.

Noch wird an allen Ecken und Enden gearbeitet, doch von Tag zu Tag wächst der Famila-Markt in Leeste und strebt seiner Eröffnung entgegen. Die soll noch im November erfolgen, wie die zukünftige Marktleitung bestätigt. Und: Es werden noch Mitarbeiter in allen Bereichen gesucht. Ein Blick hinter die Baukulissen.

Leeste – „Wir stehen hier gerade mitten in der Obst- und Gemüseabteilung“, ruft Oliver Kruse den Journalisten zu. Der Marktleiter des entstehenden Famila-Markts an der Ladestraße in Leeste muss beim Pressetermin zum Baufortschritt beinahe schreien, damit man seinen Worten folgen kann. Denn um ihn herum wird geräuschvoll gespachelt, gesägt und geschraubt. Schließlich sollen noch Ende November die ersten Artikel über die Warenbänder laufen. Und nach Obst- und Gemüseabteilung sieht es dort zumindest im Moment noch nicht aus.

Doch während Arbeiter gerade die kahlen Wände mit Platten verkleiden, entsteht mit den Worten von Kruse ein Bild vor dem inneren Auge: Der Kunde könnte sein Fahrzeug auf einem der 170 Parkplätze abstellen. Das große Loch in der Wand soll einmal der Haupteingang werden – und schon steht er im weitläufigen Markt.

Freuen sich auf die Kunden: Marktleiter Oliver Kruse (rechts) und sein Stellvertreter Luca Seulig.

Zur Linken könnte sich der Kunde dann im Café der Bäckerei Haferkamp mit Brötchen versorgen, zur Rechten am zurzeit noch an der Leester Straße befindlichen Kiosk von Ulf Kücken Pakete abholen. Und nur ein paar Schritte in den Markt hinein steht er dann in der Obst- und Gemüseabteilung, wo sein Rundgang durch den Markt beginnt. Es folgen Getränke, Lebensmittelabteilung, Kühl- und Fleischtheke. Auch einen kleinen Sushi-Shop wird es geben.

Offener Markt, breite Gänge bei Famila

„Auf 2300 Quadratmetern Verkaufsfläche stehen etwa 40.000 Artikel zur Verfügung“, rechnet Famila-Pressesprecherin Solveig Hannemann vor. Die ersten Artikel sollen bereits Ende Oktober in den Markt einziehen, wenn die Regale aufgebaut werden „Die sind halbhoch“, erklärt Oliver Kruse, der weiter hinten im Laden seine Stimme endlich etwas senken kann, da dort gerade nicht mit lautem Gerät gearbeitet wird. „Dadurch wirkt der Markt offen“, schiebt Kruse nach. In den breit angelegten Gängen würden sich die Kunden mit den Einkaufswagen nicht in die Quere kommen, verspricht er.

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Dann führen der Marktleiter und sein Stellvertreter Luca Seulig nach rechts in den noch im Dunkeln liegenden Funktionstrakt, in dem ein Arbeiter gerade Wände mit Spachtelmasse abdeckt. Dort sollen demnächst die Büros der Fachabteilungen und der Marktleitung unterkommen. Wer zuvor rechts abbiegt, gelangt über eine Treppe zu den Pausenräumen des Personals. Auch dort wird fleißig gearbeitet.

Lieferengpässe gefährden den Zeitplan derzeit nicht

Einen besseren Überblick über das Bauvorhaben gibt Bauleiter Mario Raschke: „Seit Ende Januar wird hier gebaut. Wir befinden uns gerade in der Endausbaustufe“, verrät er. Es habe zwar Verzögerungen durch Lieferengpässe bei Türen, Toren und Dämmung gegeben, „aber das hat uns nur ein bisschen be-, aber nichts verhindert.“ Im aktuellen Schritt seien vor allem Malerarbeiten und die Einrichtung der Haustechnik die Schwerpunkte. Doch gearbeitet wird an allen Ecken und Enden. „Das ist der Kürze der Bauzeit geschuldet“, sagt Raschke. Normal sei ein Abschluss Ende Januar, doch in Leeste soll es schneller gehen. „Deshalb drücken wir aufs Gas. Es sieht schlimmer aus, als es ist.“

An allen Fronten wird im Markt gleichtzeitig gearbeitet, um noch im November eröffnen zu können.

Um eine gute Energiebilanz vorzweisen, soll das Dach des Markts mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Zudem erklärt Solveig Hannemann, dass die Beleuchtung des Marktes aus LED-Leuchten bestehen und beispielsweise die Abwärme der Kühlanlagen für die Warmwasserleitungen verwendet werden sollen. Für Elektroautos befinden sich auf dem mit 40 Bäumen bepflanzten Parkplatz Ladestationen. Die sind freilich noch nicht so ohne Weiteres erreichbar, doch die Pflasterer und Straßenbauer nähern sich diesem Ziel.

50 bis 60 Mitarbeiter bei Famila in Leeste geplant

Und wann soll die 90. Filiale der Famila-Unternehmensgruppe Nordost nun eröffnet werden? Ein konkretes Datum nennt Oliver Kruse noch nicht, doch Ende November sei realistisch. Bis dahin bleibt allerdings noch einiges zu tun, und das nicht nur auf der Baustelle. Solveig Hannemann weist darauf hin, dass noch Mitarbeiter in allen Bereichen gesucht werden. 50 bis 60 sollen beschäftigt werden. Die sollen sich dann um das durch ein hohes Maß an Regionalität geprägte Warensortiment kümmern. „Wir wollen das Sortiment und die Geschichten der Leute aus der Region herausstellen“, schwebt Kruse vor. Damit das noch im November klappt, beeilen sich die Bauarbeiter – und die Bedingungen für den Endspurt sind gut, wie Bauleiter Mario Raschke lachend erwähnt: „Die Kaffeemaschinen sind zum Glück schon da!“

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