Polizei Weyhe stellt vor 

Unfallstatistik für Stuhr und Weyhe: Fast jede zweite Fahrerflucht aufgeklärt

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Stellen die Unfallstatistik vor: Franziska Mehlan, Chefin des Polizeikommissariats in Leeste, und der Einsatz- und Streifendienstleiter Holger Baur. Unfallschwerpunkte gibt es hauptsächlich in Brinkum-Nord, nicht aber in der Wesergemeinde.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Anzahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2017 ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,4 Prozent gestiegen. Exakt 1 651 Unfälle (2016: 1469) hat das Polizeikommissariat in Leeste registriert. Diese verteilen sich sowohl auf die Gemeinden Stuhr und Weyhe. Eine gesonderte Betrachtung oder eine Häufung gebe es nicht, baten Franziska Mehlan, Chefin des Polizeikommissariats, und der Einsatz- und Streifendienstleiter Holger Baur bei der Vorstellung der Statistik um Verständnis.

Das bedeutet, dass die Beamten pro Monat mehr als 110 Unfälle aufnehmen, rechnet Franziska Mehlan vor. „Der Spitzenwert war im Mai mit 163 Unfällen, im Juni registrierten wird 116. Das war der niedrigeste Wert.“

Einen hohen Anteil bilden die Bagatellunfälle. Dazu zählen zum Beispiel Parkplatzrempler und leichte Auffahrunfälle, bei denen die Sachlage eigentlich klar sein sollte. „Man muss nicht unbedingt die Polizei rufen“, sagt Baur. Viele Betroffene seien „nicht handlungssicher“, wie sie den Schaden regulieren sollten, und riefen daher in der Wache an. Ist ein Firmen- oder Leihwagen beteiligt, so müssen zwingend die Ordnungshüter gerufen werden, berichtet der Einsatz- und Streifendienstleiter. „Die Fahrer wollen uns als dritte Person, die die Lage neutral einschätzt.“ Dass die Autos immer größer und die Parkboxen deshalb immer enger werden, ist ein bekanntes Phänomen. Die Mindestgrößen reichen aus Sicht der Polizei nicht aus. Hier sehen die Ordnungshüter Handlungsbedarf.

21 Fälle der Bagatellunfälle ereigneten sich auf dem Schulweg: „13 Radfahrer sind betroffen, ebenso fünf motorisierte Zweiräder und ein Fußgänger“, so Mehlan.

Jeder Unfall mit tödlichem Ausgang wiege schwer. Daran ändere sich auch nichts, obgleich die Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang von drei auf zwei zurückgegangen ist.

Die Zahl der Schwerverletzten, also Menschen, die nach einer Karambolage mindestens 24 Stunden im Krankenhaus verbringen müssen, hält sich fast die Waage: 48 Fälle (2016: 53).

Trotz eines Rückgangs von 16 Prozent waren die meisten Verkehrsteilnehmer nach den Zusammenstößen leicht verletzt: 297 (313) Frauen und Männer – davon waren 55 (80) Radler.

In insgesamt 31 Fällen waren die Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit. Im Vorjahr waren es noch 41.

Gründe für die Rempler mit leichtem oder schwerem Ausmaß sehen Franziska Mehlan und Holger Baur in der Missachtung des Abstands (251, 181) sowie der Vorfahrt (112, 111) und Abbiegefehler (68, 81). In 65 Fällen (58) ist überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache, so Baur. Ein Problem sei die Ablenkungen durch Handynutzung. Zu diesem Thema will die Polizei entsprechende Kontrollen vorbereiten.

In Sachen Kriminalität kann Mehlan Ermittlungserfolge melden: Fast jeder zweite Fahrer, der wegbraust, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern, wird gefasst. „Wir konnten die Aufklärung um 2,1 Prozent steigern. Von den 435 Fällen sind also 205 abgeschlossen.“

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