Thomas Prieser stellt ab Samstag seine gesammelten Adventskalender in der Wassermühle Sudweyhe aus

Exemplare mit den unterschiedlichsten Motiven

Thomas Prieser findet beim Aufbau seiner Ausstellung viele wertvolle Exemplare wieder, die ab Samstag auch für die Öffentlichkeit zu sehen sind. Foto: kommnick

Weyhe - Von Bjarne Kommnick. Thomas Prieser ist ein fleißiger Sammler und ein großer Fan der Weihnachtszeit. Diese beiden Leidenschaften verbindet er in seiner neusten Ausstellung „Adventskalender aus 100 Jahren“, zu der er gemeinsam mit der Gemeinde Weyhe für Samstag, 9. November, in die Wassermühle einlädt.

Dann wird um 16 Uhr die Präsentation seiner gesammelten Werke mit einer Vernissage eröffnet. Passend zur Weihnachtszeit gibt es dazu laut Veranstalter Kinderpunsch und Spekulatius für die Gäste. Interessierte können die Ausstellung bis Sonntag, 22. Dezember, besuchen.

Die Begeisterung für das gewählte Thema ist bei Prieser fest verankert und liegt weit zurück: „Mich hat die Weihnachtszeit schon als kleines Kind fasziniert, das habe ich bis heute nicht verloren.“ Doch auch andere Einflüsse verstärkten seine Meinung: „Meine Frau ist ebenfalls so von Adventskalendern begeistert wie ich. Sie hat das damals mit in unsere Ehe reingenommen. So hat sich dieser Tick bei mir immer weiterentwickelt“, so Prieser.

Nun stellt er zum Beginn des Winters mehr als 100 Exemplare mit ihren Geschichten und Hintergründen vor und nimmt dabei auch die dunklen Kapitel der Vergangenheit ins Visier. Eines davon ist die Zeit des Nationalsozialismus, denn in dieser Zeit hat sich der Umgang mit den Kalendern deutlich verändert, erinnert Prieser: „Weihnachten verlor die Wertschätzung, die es bis dahin erlangt hatte, somit schien auch die Zeit der Adventskalendern vorüber, die kurz vorher erst am Kommen war. Alles, was damit zu tun hatte, geriet mehr oder weniger in Vergessenheit“. Ein Thema, das ab dem Ausstellungsbeginn genauer beleuchtet wird, genau wie die Rückkehr in die deutschen Haushalte mit Ende des Dritten Reiches. Die Recherche übernahm Prieser selbst.

Doch auch die optischen Veränderungen der Kalender sowie die Etablierung im amerikanischen Raum mit Exemplaren, die 25 Türchen besitzen, sind fester Bestandteil der Ausstellung: „Für das Auge gibt es viel zu sehen, die Motive könnten kaum unterschiedlicher sein und auch die Art der Herstellung ist äußert interessant,“ so Prieser und ergänzt: „Jeder Adventskalender hat seine eigene Geschichte, die es zu erzählen gibt.“ Der heutige Umgang mit den Kalendern gefällt ihm weniger: „Früher hatte es für mich eine größere Bedeutung einen Adventskalender zu besitzen, das möchte ich durch die Ausstellung ein Stück weit wiederbeleben. Ich habe heute oft das Gefühl, dass man viele der neuproduzierten Kalender direkt wegschmeißen könnte.“

Deswegen sei die Ausstellung eine Anregung, selber aktiv zu werden: „Es gibt unendlich viele Ideen für einen Adventskalender. Vielleicht wird der eine oder andere ja inspiriert und erstellt einen ganz individuellen und über mehrere Jahre verwendbaren Kalender“, hofft Prieser.  

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