Drei Mehrfamilienhäuser geplant

Ex-Bankanbau hinterm Friseur abgerissen

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Der Abrissbagger macht die Mauern des Erweiterungsbaus dem Erdboden gleich.

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Der ehemalige Erweiterungsbau der Kreissparkasse Kirchweyhe ist Geschichte. Bagger haben das Gebäude hinter dem Friseurgeschäft Radolla dem Erdboden gleichgemacht. Die Maschinenführer kämpfen zwar noch mit dem Keller, doch es ist nur eine Frage der Zeit, wann der letzte Betonbrocken aus der Erde kommt. Der Tresor ist bereits vor drei Wochen herausgekommen, berichten die Bauleute. Diese Vorarbeiten sind nötig, weil die Eigentümer des Areals, Barbara und Waldemar Braun aus Leeste, dort drei Mehrfamilienhäuser errichten wollen.

Wie Barbara Braun auf Anfrage berichtet, bleibt das vordere Haus an der Bahnhofstraße aus dem Jahr 1928, das über viele Jahrzehnte als Filiale der Kreissparkasse (KSK) gedient hatte, bestehen. Ein neues Satteldach und eine neue Mauer, die noch gestrichen werden muss, bildet dabei den Abschluss.

Das hört Markus Pick von der Kirchweyher KSK-Filiale gerne. „Das Haus ist ortsbildprägend. Wir freuen uns, wenn dort die Ansicht der Bahnhofstraße nicht verändert wird. Der Teil, der abgerissen ist, war in der Tat sanierungsbedürftig“, kommentiert er. Auch wenn sein Unternehmen das Ensemble 1998 komplett verkauft hat, bleibt die Villa ein Teil der Unternehmens-Geschichte – das Kreditinstitut feiert im kommenden Jahr seinen 100. Geburtstag. „Die Räume reichten bis 1968 aus, dann war der Platz zu eng, deshalb musste der Bau erweitert werden.“

Diese Luftaufnahme von Wilfried Meyer zeigt in der Bildmitte die Gebäude der Kreissparkasse an der Bahnhofstraße im Jahr 1974. Direkt an der Straße befindet sich die Villa aus dem Jahr 1928, die nicht abgerissen wird.

Die Anfänge der KSK reichen bis in das Jahr 1918. Laut Pick war die erste Kassenhalle in der Gaststätte von Johann Koch untergebracht, in der auch die Musikschule Rothaus lange zu finden war.

Doch zurück zum abgerissenen Anbau: Das Unternehmerpaar aus Leeste stellt sich vor, moderne Mehrparteienhäuser zu errichten, die per Erdwärme beheizt werden. Das mittlere Gebäude soll mit einer Tiefgarage und einem Keller samt Aufzugsanlage versehen werden. Anschlüsse für E-Autos seien dort ebenfalls angedacht. Die beiden anderen Häuser bekommen kleinere Kellerräume, etwa um E-Bikes und Fahrräder abzustellen.

Barbara Braun berichtet, dass dort insgesamt 15 Wohnungen ab 80 Quadratmetern entstehen. Das umfasst auch drei Penthouse-Wohnungen. Damit sich die mit weißen Wänden und roten Klinkern gestalteten Gebäude in die Umgebung einfügen, „hatten wir extra einen Architekten aus Kirchweyhe ausgewählt“.

Das Radolla-Haus an der Bahnhofstraße ist ortsbildprägend.

Für die Familie Braun ist es das erste größere Bauobjekt, das sie in eigener Regie abwickelt. Fertigstellung der Gebäude ist für Ende 2018 geplant.

Barbara und Waldemar Braun wollen eine Wohnung selbst beziehen, alle anderen verkaufen. Das sei der Grund gewesen, weshalb sie sich dafür entschieden, das Bauprojekt anzugehen. „Wir haben bereits 25 Jahre lang in Brinkum gewohnt, dann suchten wir eine Penthouse-Wohnung, die alle unsere Wünsche erfüllt.“

Die entsprechenden Unterlagen habe ihr Architekt bereits abgegeben.

„Eine Baugenehmigung gibt es aber noch nicht“, so Braun weiter. Das Paar erwartet sie frühestens nach den Sommerferien.

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