Erweiterung an die DRK-Kita kostet fast halbe Million

Und ewig grüßt der Krippenbau

Im Anbau an die DRK-Kita werden zurzeit die Fenster eingebaut. In der kommenden Woche ist der Estrich dran. - Foto: Ehlers

Weyhe - Von Philipp Köster. „Wir dachten eigentlich, dass ein Ende abzusehen wäre. Doch es gibt noch weiteren Bedarf. Also müssen wir neue Krippengruppen einrichten.“ Die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith macht sich nichts vor.

Jedes Jahr muss die Verwaltung aktiv werden, um dem Wunsch der Eltern nach Betreuung ihrer Kleinen Herr zu werden. Zurzeit ermittelt das Statistik-Büro „Forum“ anhand der jüngsten Anmeldezahlen eine aktualisierte Prognose für das kommende Kindergartenjahr. Im September soll sie vorliegen, sagt die Allgemeine Bürgermeister-Stellvertreterin.

In diesem Jahr ist die Kindertagesstätte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Drohmweg dran. Seit Ende April wird an das Bestandsgebäude aus dem Jahr 1972 ein Anbau gesetzt, um darin eine zweite Krippengruppe unterzubringen, berichtet Christina Böttcher-Krützfeld vom neuen Fachbereich Bau und Liegenschaften.

Die Planer von Gemeinde und Architekturbüro Kreideweiß haben darauf geachtet, dass beide Krippengruppen nebeneinander angeordnet sind. Nach Fertigstellung Anfang November gibt es für die kleinsten Besucher der Kita ein gemeinsames Außenspielgelände sowie einen Eingang. 

Zur Konzeption des Anbaus gehört ein Ruheraum, ein Sanitärbereich und für die Mitarbeiter ein Personalraum und ein WC. Durch kleinere Umbauten gibt es einen Verbindungsflur zum Haupthaus. Von dort kommt auch das Essen in den Anbau. Der Fußboden bekommt – wie heute üblich – einen Linoleumbelag.

Besonderes Merkmal der Erweiterung, die in Holzrahmenbauweise entsteht, ist eine Rhombusverschalung aus Lärchenholz, ähnlich dem Anbau bei der Kita Hombachstraße.

Aktuell werden laut Böttcher Krützfeld die letzten Fenster eingebaut, und der Klempner installiert die Fußbodenheizung, damit in der kommenden Woche der Estrich verlegt werden kann.

Die Kosten für den knapp 141 Quadratmeter großen Anbau belaufen sich auf rund 460.000 Euro. Das klingt sehr viel. „Irre, eine runde halbe Million“, staunt auch die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith. Wie erklären sich die hohen Kosten? 

Christina Böttcher-Krützfeld vermutet, dass die Standards mit verschiedenen Extra-Räumen und Ausstattungsmerkmalen wie diversen Toiletten dazu geführt hätten. Eine genauere Aufschlüsselung der Kosten konnte die Verwaltung gestern auf Nachfrage wegen Krankheits- und Urlaubsfällen der fachkundigen Mitarbeiter nicht liefern, will das aber laut Bürgermeister Andreas Bovenschulte umgehend nachholen.

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