EWE-Tochter SWB hat Verträge von 80 Haushalten in der Tasche

Schnelles Internet im Jeebel

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Voraussichtlich im Frühjahr installiert die EWE an dieser Stelle einen Glasfaserkabel-Verzweiger für schnelles Internet mit 100 Megabit/Sekunde Herunterladegeschwindigkeit.

Jeebel - Von Philipp Köster. Wie erfolgreich Eigeninitiative sein kann, zeigt sich am Beispiel aktiver Jeebeler Bürger. Drei Anwohner haben sich im zweiten Halbjahr um schnelles Internet für den Ortsteil bemüht. Voraussetzung war, dass 80 Verträge zustandekommen, damit sich der Ausbau der Breitbandversorgung für das Oldenburger Telekommunikationsunternehmen EWE wirtschaftlich rechnet. Die 80 Verträge hat die Bremer EWE-Tochter SWB (Stadtwerke Bremen) als zuständige Vertriebsfirma in der Tasche.

Bislang quälen sich wie berichtet eigentlich alle Jeebeler Internetnutzer (ausgenommen jene mit Vertrag mit Kabel Deutschland) mit langsamen Verbindungen. Matthias Krön aus dem Föhrenweg, einer der Angehörigen der Breitbandinitiative, sagt, dass Downloadgeschwindigkeiten von 500 Kilobit/Sekunde (kbit/s) Standard seien. Das sind Verbindungsraten, die heutzutage vorsintflutlich anmuten.

Nach dem Bürgergespräch mit Verwaltungschef Andreas Bovenschulte im Juli und seinem entsprechenden Hinweis nahmen Krön sowie seine Mitstreiter Daniel Reichenbach und Jannes Hinck das Heft des Handelns in die Hand. Denn mit der Zusage rascher kommunaler Fördermittel war zu dem Zeitpunkt noch nicht zu rechnen.

Gemeinsam mit SWB-Mitarbeitern haben die Jeebeler die Bürger aufgesucht oder angeschrieben. Laut Krön kamen etwa 190 der insgesamt 240 Haushalte infrage. Binnen kurzem hatte das Trio 35 Zusagen. Nach einem weiteren Wochenende des „Klinkenputzens“ waren es noch mehr.

Auf Nachfrage beim regionalen SWB-Vertriebsleiter Ralf Glaubitz hat Krön jetzt erfahren, dass das Unternehmen die 80 Unterschriften zusammen hat.

Wann mit der Installation des Kabelverzweigers bei Maler Menzel begonnen wird, steht noch nicht fest. Laut SWB-Pressesprecher Christoph Brinkmann hat das Unternehmen die zweite Märzhälfte ins Auge gefasst. Doch seien solche Arbeiten immer witterungsabhängig, und der tatsächliche Termin richte sich nach dem Verlauf von anderen Projekten.

Apropos: Gibt es die Möglichkeit, dass auch die Bürger anderer, nicht so zentral gelegener Ortsteile und Straßenzüge in Weyhe in den Genuss schnellen Internets kommen, wenn sie selbst die Initiative ergreifen? Und sind immer 80 Haushalte nötig? Das hängt Brinkmann zufolge von der Lage der Kabelverzweiger ab und ob die Installation kostendeckend erfolgt.

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