Teilnehmer aus vier Nationen

Internationales Camp auf dem Leester KGS-Gelände

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Die jungen Gäste aus Georgien sind angekommen. Nach einem kleinen Orientierungsrundgang bekommen sie Gelegenheit, ihre Zelte zu beziehen. Später folgen die Gäste aus Lettland und Frankreich.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Neue Freundschaften schließen und mehr über Menschen aus anderen Ländern und deren Lebensgewohnheiten erfahren – diese Erwartungen hat Leon Heinrich aus Lahausen an das Vier-Nationen-Camp. Seit gestern treffen Weyher auf junge Franzosen, Letten und Georgier und bilden bis Montagmorgen eine große Gruppe mit mehr als 60 Personen. Für die Übernachtung steht eine kleine Zeltstadt zur Verfügung, die die Weyher auf einer Wiese hinter der Leester KGS-Sporthalle aufgebaut haben.

Der Aufenthalt in der Wesergemeinde steht unter dem Motto „Nachhaltigkeit“: Die Teilnehmer organisieren sich in Gruppen und gestalten zum Beispiel ein Blumenbeet vor dem Lahauser Kindergarten und versehen es mit einem Erinnerungsschild.

Weitere Projekte: Die Gäste beschäftigen sich auf eine künstlerische Art und Weise, wie die Welt in 20 Jahren aussehen soll, kochen Marmelade und besuchen das Gelände des Naturschutzbundes Weyhe. Außerdem setzt sich die deutsche Gruppe für verschiedene Ziele ein, die sie als Fragen und Herausforderungen an die junge Generation formuliert haben. Es geht zum Beispiel darum, eine Antwort auf den Klimawandel zu finden, sich gegen nukleare Waffen auszusprechen und Kriege und Terrorismus zu vermeiden.

Die Betreuer um Lehrerin Antje Mühlenstedt-Meko, Namig Machmudov, Benjamin Camu, Nathalie Nagel, Lisa Jarmuth und Alina Astl haben sich sehr viel Mühe gegeben, den Aufenthalt nicht nur durchzustrukturieren, sondern dem Camp auch inhaltlichen Tiefgang zu geben. So besuchen die Gäste unter anderem das Überseemuseum, die Kunsthalle, das Geschichtenhaus, die Botanika, das Universum und das Weserstadion. Getreu ihrem Motto fahren sie nicht mit Bussen zu ihren Zielen, sondern mit dem Regionalexpress und mit der Sielwallfähre.

Die deutsche Gruppe hat zehn Herausforderungen formuliert, die sie für ihre junge Generation sieht. Foto: Schritt

„Ich erhoffe mir, dass wir auf menschlicher Ebene das hinbekommen, was auf politischer Ebene nicht so gut läuft“, nennt Antje Mühlenstedt-Meko ihre Motivation, weshalb sie mit weiteren Helfern ein Jahr lang dieses internationale Treffen vorbereitet hat. Die Lehrerin wünscht sich, dass „der europäische Gedanken bei diesen jungen Leuten in ihren Herzen und ihren Köpfen verankert wird, dass Europa ein sicherer Ort bleibt, ein Ort, der weiterhin Menschen in Not aufnimmt.“

Ein ganz menschliches Erlebnis ist eine Antriebsfeder. „Ich erlebe freudige Überraschungen während eines Camps“, sagt die Pädagogin. „Es ist genial zu sehen, wie die jungen Leute in ganz kurzer Zeit zu Freunden werden.“ Das zeige sich regelmäßig im Abschiedsschmerz und in den vielen Tränen, die die jungen Menschen beim Abschied vergießen.

Dass es beim Anreisetag ordentlich geregnet hat, spielt für das Organisationsteam keine Rolle. Denn es hatte bereits am Dienstag einige Räume der KGS belegt. Den Trakt für die fünften und sechsten Klassen verwandelten die Teilnehmer und Betreuer in Seminar- und Versorgungsräume samt Campbüro. Außerdem benutzen sie die Schulküche neben dem kleinen Forum, um dort Speisen zu kochen.

Sollte es doch einmal zu nass sein, so steht immer noch die sehr geräumige Sporthalle als Ausweichquartier zur Verfügung.

Am frühen Nachmittag empfängt heute der Bürgermeister alle Campteilnehmer.

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