Erste Verspätung auf der letzten Fahrt

Ein großer Bahnhof für Horst Maertins

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Zum Abschied einen Präsentkorb: Horst Maertins steigt nach seinem letzten Einsatz aus dem Bürgerbus.

Weyhe - „Wir haben schon häufiger langjährige Fahrer verabschiedet, aber noch keinen, der 15 Jahre dabei war“, sagte der Vorsitzende des Vereins „Bürgerbus Weyhe“, Franz Riedel, als Horst Maertins unter dem Beifall von etwa 30 Kolleginnen und Kollegen dem „117er“ entstieg. Er hatte am Freitag seine letzte Tour durch Weyhe gefahren und sich wahrscheinlich zum ersten Mal mit seinem Bus leicht verspätet. Grund: Obwohl diese denkwürdige Fahrt vorher nicht bekannt gemacht worden war, hatten sich Mitstreiter und Fahrgäste unterwegs von ihm mit Präsenten verabschiedet.

Es dauerte eine Weile, bis Maertins den Bus verlassen hatte, denn er musste sich erst einmal einen Weg durch die Geschenke und Blumen bahnen. Es hätte sich auch niemand gewundert, wenn er zunächst noch die Abrechnung erledigt hätte. Pflichtbewusst hatte er nicht nur 15 Jahre lang den Bürgerbus gesteuert, sondern darüber hinaus noch zwölf Jahre das Amt des Fahrdienstleiters übernommen. „Unaufgeregt, hilfsbereit, stets freundlich und trotz der vielen Umleitungen und anderer Unwägbarkeiten mit viel Langmut“, so beschrieb Franz Riedel Maertins Arbeit.

Als 2001 ein Nachfolger für Heinrich Schierenbeck gesucht wurde, fiel die Wahl sofort auf Horst Maertins. „Die Situation war damals da, und du hast das Amt übernommen“, erinnerte sich Riedel, der sich auch für die Freundschaft bedankte, die sich aus der gemeinsamen Arbeit zwischen ihnen entwickelt hatte. Für die Kontakte zum Weser-Ems-Bus war Maertins ebenfalls zuständig, in seine Zeit als Leiter fiel auch der Start der zweiten Bürgerbus-Linie zwischen Melchiorshausen und Jeebel.

Maertins freute sich über den „großen Bahnhof“ anlässlich seiner „Abschiedstournee“ und bedankte sich seinerseits beim Vorstand und beim Fahrerteam für die gute Zusammenarbeit. Er gestand: „Mir hat das auch immer viel Spaß gemacht.“

Er könne sicher die ersten 15 Jahre des Vereins Bürgerbus dokumentieren, meinte einer seiner Gratulanten. Maertins nickte: Ja, die Unterlagen habe er noch alle. Prompt erhielt er von den Kollegen seinen nächsten Posten: „Du wirst jetzt unser Bürgerbus-Memoirenschreiber.“

bt

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