Baubeginn für Pádelanlage des TC 71 Weyhe

Der erste Platz jenseits von Cuxhaven und Hannover entsteht

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Rolf Huntemann von der Firma Petershagen bei Fundamentarbeiten für den Pádelplatz.

Melchiorshausen - Der TC  71 Weyhe hat jetzt mit den Arbeiten für eine sogenannte Pádelanlage begonnen. Sie soll noch im Mai eröffnet werden. „Wir haben in Spanien gesehen, dass in Tennisparks mit ursprünglich zwölf Plätzen jetzt nur noch sechs vorhanden und daneben sechs Pádelplätze entstanden sind“, berichtet der Ehrenvorsitzende des TC, Heinrich Pleuß.

Das bestätigt seine bereits vor zwei Jahren geäußerte Vermutung, dass Pádel zumindest in Spanien den Status einer Randsportart verloren und sich mit rund 100.000 Courts inzwischen etabliert hat. Schon damals hatte der TC einen Versuch gemacht, diese Sportart nach Weyhe zu bringen und damit das Freizeitangebot zu erweitern.

Der alte Übungsplatz auf dem Gelände hatte ausreichende Maße und wurde für Tennis nicht mehr benötigt. Pleuß befreite das Areal von dem dort inzwischen üppig wuchernden Unkraut und zeichnete die Spielfelder an. Es reichte immerhin, um darauf erste Pádelversuche zu starten, aber der ganz große Durchbruch gelang damit nicht, denn es waren noch einige zusätzliche bauliche Veränderungen erforderlich.

Pádelplätze sind kürzer und schmaler als Tenniscourts, weshalb sich die Trendsportart auch als Alternative für Aktive anbietet, denen der Tennisplatz über die persönliche Reichweite hinausgewachsen ist.

Beim Pádel werden auch die Rück- und Teile der Seitenwände in das Spielfeld einbezogen, wodurch es Ähnlichkeit mit Squash hat. Durch die größeren Möglichkeiten ist es ein sehr lebendiges Spiel mit langen Ballwechseln, erfordert aber eine sehr gute Koordination.

Inzwischen hatte sich der Plan, in Melchiorshausen einen Pádel-Platz zu schaffen, bis zum Kreissportbund herumgesprochen, dessen Geschäftsführer Werner Eilers den Verantwortlichen im TC 71 mit dem Vorsitzenden Alexander Schwarz ermutigte, eine völlig neue, wettkampfgerechte Pádel-Anlage zu errichten (wir berichteten). Vergleichbare Anlagen hatte der TC-71-Vorstand bisher nur in Spanien gesehen, denn die nächsten Plätze in Deutschland befinden sich in Hannover und Cuxhaven.

Jetzt war auf dem ehemaligen Spielplatz gegenüber dem Vereinsheim Baubeginn. Zunächst wurde der wasserdurchlässige Untergrund hergestellt. Inzwischen sind auch die Grundmauern für die Randbegrenzung gegossen. Die beiden Stirnwände sind jeweils zehn Meter breit und werden bis in drei Meter Höhe verglast. Darüber befindet sich noch der einen Meter hohe Ballfang. Die beiden 20 Meter langen Seitenwände werden an beiden Enden ebenfalls jeweils vier Meter verglast, dazwischen liegen zwölf Meter Holzwand. Damit verfügt der Platz über wettkampfgerechte Maße, und durch die Verglasung können auch Zuschauer den Spielverlauf hervorragend verfolgen.

Alle Teile liefert eine spanische Firma im Baukastensystem, ein deutscher Betrieb baut sie auf. Um den Platz ganzjährig nutzen zu können, sind die Abstände und Baumaße so gerechnet, dass ihn eine acht Meter hohe Tonnenkonstruktion überdachen könnte. Außerdem wird der Platz durch eine Flutlichtanlage ausgeleuchtet. 

bt

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