Viel Verkehr

Anwohner der Erichshofer Straße ärgern sich über Raser

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Durch die Brücken-Bauarbeiten in Brinkum sind derzeit viele Autos auf der Erichshofer Straße unterwegs. Nicht alle halten sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit.

Erichshof - Von Katharina Schmidt. Kopfschüttelnd schaut Holger Legenhausen einem Auto hinterher, das auf der Erichshofer Straße an ihm vorbeirauscht. „Wenn Werder am Wochenende so schnell gespielt hätte, wie die hier entlangfahren ...“, scherzt er und seufzt.

Denn zum Lachen findet der Erichshofer die Verkehrssituation vor seiner Haustür überhaupt nicht. Ebenso wie einige seiner Nachbarn ärgert er sich darüber, dass viele Autofahrer die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern nicht einhalten.

Die Erichshofer Straße führt an Wohnhäusern vorbei. Sie verbindet die B 6 mit der weiter östlich verlaufenden Brinkumer Straße. Der Verkehr hat laut den Anwohnern stark zugenommen, seitdem die naheliegende Brücke über die B 6 vor knapp zwei Wochen zwecks Instandsetzung gesperrt worden ist. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende des Monats an.

Laut Helga Raddatz, einer Nachbarin von Legenhausen, ist die Menge des Verkehrs gar nicht so problematisch. „Ich würde auch über die Erichshofer Straße abkürzen“, zeigt sie Verständnis für Autofahrer, die keine Lust auf die offiziellen Umleitung haben. Das Problem sei die Geschwindigkeit vieler Verkehrsteilnehmer.

„Die heizen hier wirklich durch“

„Die heizen hier wirklich durch“, pflichtet ihr Legenhausen bei. Insbesondere vor der kleinen Kreuzung am Feuerwehrgerätehaus spitze sich die Situation zu. Genau an dieser Stelle stehen Legehausen, Raddatz und eine Handvoll weiterer Anwohner während des Gesprächs mit unserer Zeitung. Bisher ist laut ihnen kein Unfall passiert – manche rechnen aber damit, dass es irgendwann kracht. Auf der Erichshofer Straße sei es sowieso meistens eng, weil an den Seiten Autos parken würden, so die einhellige Meinung. Hinzu komme, dass sich auch Laster und Trecker den Weg durch die Siedlung bahnen würden. „Hier ist schon der ein oder andere Spiegel abgefahren worden“, erzählt Holger Legenhausen.

Gefährlich ist die Situation ihm zufolge vor allem, weil viele Kinder auf dem Weg zur Schule auf der Erichshofer Straße radeln würden – und das häufig ohne Licht. Helga Raddatz nickt zustimmend. „Die Kids kommen hier oft um die Ecke gefahren.“

Oft bleiben sogar die Fenster geschlossen

Die Erichshoferin erzählt außerdem, dass sie manchmal wegen des Lärms auf der Fahrbahn kaum noch die Fenster öffnen möchte.

Die Höchstgeschwindigkeit steht in großen Ziffern auf der Fahrbahn geschrieben. Legenhausen schätzt, dass viele Autos dennoch um die 50 Stundenkilometer fahren. „Viele sind noch schneller unterwegs“, ist sich Raddatz sicher.

Mögliche Lösungen wären laut den Anwohnern Geschwindigkeitskontrollen oder auch Poller, die Fahren die Lust am Rasen nehmen.

Holger Langenhagen hat bereits Kontakt zu Polizei und Gemeinde aufgenommen. Letztere hat daraufhin das Aufstellen eines speziellen Displays angeordnet. Dieses zeigt Autofahrern an, ob sie zu schnell unterwegs sind.

Somit bleibt den Anwohnern jetzt nur noch der Appell an die Autofahrer, der Sicherheit zuliebe den Fuß vom Gaspedal zu nehmen.

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