Erfolgreiche DRK-Wunschbaum-Aktion / Fortsetzung im nächsten Jahr

„Vor Freude an der Tür völlig ausgeflippt“

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Ein Blick in den Kofferraum vor einem Botendienst.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Ingrid Söfty kämpft mit den Tränen. Sie bedankt sich bei allen Bürgern und Helfern, die die Weihnachtswunschbaum-Aktion des Kirchweyher Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (wir berichteten mehrfach) wieder zum Erfolg geführt haben.

Rührende Geschichten und emotionale Situationen rund um die Geschenke und um die Empfänger haben sie und ihre Mitstreiter erlebt, sagt Söfty. „Das ist der Lohn für die Mühe und Motivation für die Zukunft.“ Sie kündigte gestern an, dass die Aktion im nächsten Jahr, dann nunmehr zum siebten Mal, fortgesetzt wird.

In diesem Jahr hatten 141 Kinder finanzschwacher Eltern ihre Wünsche an das Kirchweyher DRK herangetragen. Das Helferteam um Ingrid Söfty trennte sorgfältig Wünsche von der dazugehörigen Adresse und verfasste anonymisierte Karten, die schließlich die Tanne im Foyer der Kreissparkasse Kirchweyhe schmückten. „Die Karten hingen nicht lange, wir mussten kurzfristig nachlegen, so dass schon am Montag nach dem ersten Advent alle vergriffen waren.“ Als rührend empfand Söfty den Hinweis einer älteren Dame, dass an dem Baum doch kein Zettel mehr hing und sie doch unbedingt einem Mädchen eine Puppe stricken oder häkeln möchte. Die DRK-Vorsitzende suchte die Restkarten durch und fand ein Mädchen, das den passenden Wunsch hatte. Als Tage später Ingrid Söfty und ihr Ehemann Fritz das Paket der Senioren in Empfang nahmen, wunderten sie sich, weil das Paket sehr schwer war. „Wir erfuhren, dass die Puppe auch mit einem selbstgebauten Bett ausgestattet war, in dem sich im Unterteil ein Fach für die Kleidung befand, die die Dame hergestellt hatte.“

„Ein anderes Kind hatte sich einen großen Teddy gewünscht. Doch was da verpackt ankam, war wirklich groß. Das Paket war einen Meter hoch“, wunderte sich Söfty und vermutete, dass die beschenkte Person sich an Heiligabend sehr freuen wird. Einen Vorgeschmack auf die Reaktionen am Tannenbaum boten die vielen Szenen an den Haustüren. So berichtete Söfty von dem Fahrerteam, das einen Jungen erlebte, der „vor Glück und Freude völlig ausgeflippt“ sei, als die DRK-Helfer ihm und seiner Familie das gewünschte Präsent überreichten. „Der Junge hatte sich eine Gitarre gewünscht und sie auch bekommen. An der Tür erkannte er bereits die Form des Pakets.“ Ingrid Söfty lobt die vielen Bürger, die die Geschenke ermöglicht haben. „In den Jahren davor war es noch nie so, dass zum Stichtag alle Präsente vorlagen.“ Nach nur viereinhalb Stunden war der Paketdienst erledigt und die Aktion beendet. „Am längsten dauerten die Melchiorshauser und Erichshofer Touren“, resümierte Söfty, weil die Beschenkten weit auseinander wohnten.

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