Stadtplaner Martin Silberhorn begleitet das Millionenprojekt Leeste

Erfahrener Neuzugang

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (l.) und Bauamtsleiter Steffen Nadrowski (r.) freuen sich über den „Fang“, den sie mit dem Stadtplaner Christian Silberhorn gemacht haben. - Foto: Köster

Weyhe - Von Philipp Köster. Die Gemeinde hat mit der Leester Ortskernentwicklung ein imposantes Vorhaben vor der Brust. Bebauungspläne müssen vorbereitet werden, zum Beispiel jener für das augenärztliche Zentrum am Henry-Wetjen-Platz (wir berichteten). Umlegungsverfahren müssen initiiert werden. Außerdem sucht die Kommune einen Sanierungsträger, also ein Büro, das die operativen Maßnahmen der Gemeinde umsetzt. Das alles muss ein Stadtplaner in die Wege leiten, angesichts der Bedeutung des Projekts ein möglichst fitter noch dazu.

In Christian Silberhorn glaubt die Verwaltungsspitze den geeigneten Mann gefunden zu haben. „Er ist zwar erst seit Anfang April da, aber man denkt, er sei schon Monate aktiv, so schnell und intensiv hat er sich eingefunden“, lobt ihn sein Chef, Bauamtsleiter Steffen Nadrowski.

In den vergangenen Jahren gab es bei diesem Posten aus verschiedenen, meist persönlichen Gründen eine recht hohe Fluktuation. Kaum angefangen, hat sich zum Beispiel jüngst Silberhorns Vorgängerin Simone Irmscher wieder in ihre sächsische Heimat verabschiedet, weil das Heimweh zu groß geworden war.

Der 55-jährige Silberhorn, ist auch kein Hiesiger. Er stammt aus Mainz und hat im Laufe seines Berufslebens mal als diplomierter Verwaltungswirt, mal als Selbstständiger diverse große Projekte „mit Einmaligkeitscharakter“ gemanagt. Zu seinen Aufgaben zählten Fachplanungen im ökologischen Bau, die Zusammenarbeit mit dem Handwerk in der Mittelstandsabteilung des Bundeswirtschaftsministeriums sowie die Mitwirkung im Zentralverband des deutschen Handwerks beim Aufbau Ost; ferner die Organisation der Finanzierung einer Großkläranlage in Chemnitz ohne öffentliche Fördermittel und schließlich die Umwandlung der militärischen Brache Vogelsang in der Eifel in ein der Öffentlichkeit zugängliches Zentrum. Zuletzt war der Bekenntnis-Bonner („Den Umzug nach Berlin wollte ich nicht mitmachen“) in Hamburg und Verden tätig. Dort wohnt er auch.

Dieser reiche Erfahrungsschatz scheint ihn nun für das dicke Brett Leeste zu prädestinieren. Aber nimmt sich dieser Job im Vergleich zu den anderen Projekten, die er begleitet hat, nicht vergleichsweise bescheiden aus? „Nein“, sagt der Familienvater. „Im Gegenteil, es ist eine meiner anspruchvollsten Aufgaben, weil sie so vielfältig ist.“ Ein ganzes Bündel von Maßnahmen müsse er als Stadtplaner begleiten. Die Gemeinde fungiere dabei selbst als Akteurin der Umgestaltung des Zentrums, aber auch als Impulsgeberin für private Investitionen. „Den Ortskern umzugestalten und besser zu machen – das ist eine große Herausforderung und spannende Aufgabe“, sagt Christian Silberhorn.

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