Vom 27. März bis 1. April

Die neue Ochtum-Brücke ist fertig: Tagelange Beeinträchtigungen für Bahnfahrer

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Ein Intercity überquert in Dreye die Ochtum über jene provisorische Baukasten-Brücke, die das Technische Hilfswerk errichtet hat. 

Die Erneuerung der Eisenbahnbrücke über die Ochtum ist fast abgeschlossen und damit nähert sich auch das 13-Millionen-Projekt dem Ende. Bahnfahrer müssen zwischen dem 27. März und 1. April mit Beeinträchtigungen rechnen.

Fahrplanänderungen auf der Strecke Bremen-Syke-Osnabrück

Von Mittwoch, 27. März, 0 Uhr, bis Montag, 1. April, 7 Uhr werden die Gleise der ICE-Strecke Bremen-Osnabrück, die über die Ochtum führen, an die neu gebaute Stahlbetonbrücke zurück verschwenkt. Die Strecke ist nur einseitig befahrbar: Einige Züge fallen aus, 18 Regionalexpress-Züge fahren später ab. Außerdem ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. 

Die Nordwestbahn teilt außerdem auf ihrer Homepage mit, dass im Zeitraum vom 28. März bis 1. April der größte Teil der Verbindungen der Nordwestbahn-Linie RS 2 zwischen Kirchweyhe und Bremen Hbf und in umgekehrter Richtung entfällt. Diese Verbindungen werden durch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ersetzt. 

Twistringen bis Bremen Hbf

Am 30. März und am 1. April startet der Zug 83200 mit der Abfahrt um 4.53 ab Twistringen bereits um 4.43 Uhr. Auch an den folgenden Bahnhöfen sind somit bei dieser Verbindung frühere Ankunfts- und Abfahrtszeiten bis Bremen Hbf. Zudem verkehren an unterschiedlichen Tagen einzelne wenige Verbindungen ab Kirchweyhe bis nach Bremen Hbf zu späteren Abfahrts- und Ankunftszeiten. 

Bremen Hbf bis Twistringen 

Am 30. März verkehrt der Zug 82321 mit der Abfahrtszeit um 20.33 Uhr und der Zug 83233 mit der Abfahrtszeit um 21.33 Uhr ab Bremen Hbf ebenso ab dem Bahnhof Dreye mit späteren Abfahrts- und Ankunftszeiten an den Unterwegsbahnhöfen bis nach Twistringen. Am 31. März verkehrt der Zug 83205 mit der Abfahrtszeit um 7.33 Uhr in Bremen Hbf ab dem Bahnhof Dreye mit einer späteren Abfahrts- und Ankunftszeit an den Unterwegsbahnhöfen bis nach Twistringen.

Abfahrtsmonitor der Bahn ab Bremen

Deutsche Bahn schwenkt die Gleise zurück auf die Ochtum-Brücke

Weyhe-Dreye - Von Sigi Schritt. Eine Überführung aus Stahlbeton ersetzt auf dem Streckenabschnitt zwischen Kirchweyhe und Dreye längst das Bauwerk von 1881. Doch noch rollt der Güter-, Fern- und Nahverkehr zwischen Bremen und Osnabrück nicht über den neuen Abschnitt, sondern über die danebenliegenden provisorischen Brücken vom Technischen Hilfswerk (THW).

Unter dem rollenden Rad und mit enormen Aufwand hatte die Deutsche Bahn im 2017 eine Mini-Umleitungsstrecke parallel zu den eigentlichen Gleisen gebaut, um das Stahlwerk mit Asbest-Beschichtung in Ruhe vor Ort zu zerlegen. „Wir schwenken die Gleise jetzt zurück“, sagt Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst.

Deutsche Bahn sperrt mindestens ein Gleis bei Dreye

Das geschieht zwischen Mittwoch, 27. März, 0 Uhr, und Montag, 1. April, 7 Uhr. Für diesen Zeitraum wird Dreye zum Nadelöhr. Dann sei mindestens ein Gleis gesperrt, erklärt der zuständige Projektingenieur Torsten Rehling vom Bremer Büro „HKC Architekten und Ingenieur-Consult“. Das bleibt nicht folgenlos – insbesondere für Pendler. „Der Fahrplan wird ausgedünnt“, so Sabine Brunkhorst.

Wer im ICE, IC oder im Flixtrain von Osnabrück nach Hamburg im Zug sitzt, nimmt die in den Fahrplänen eingerechneten Verzögerungen sicherlich kaum wahr. Die Güterzüge werden auf dem Weg vom Ruhrgebiet nach Hamburg ohnehin laut Brunkhorst großräumig umgeleitet. 

Pendler müssen mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen

Vom Dreyer Nadelöhr besonders betroffen sind dagegen die Nutzer des Nah- und Regionalverkehrs: Pendler müssen in diesem Zeitraum mit veränderten Abfahrtzeiten, Verspätungen und sogar Zugausfällen rechnen. Es wird außerdem ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, kündigt die Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst an.

Zunächst beginnen die Arbeiter mit dem Gleis von Kirchweyhe Richtung Bremen. Für 54 Stunden ist dieser Schienenstrang gesperrt. Dann folgt der zweite in umgekehrter Richtung.

Die Gleisarbeiter bereiten den Anschluss der Brückengleise an den Hauptstrang vor. 

Weil die Sperrzeiten mehrere Jahre im Voraus feststehen, mussten die Vorarbeiten rechtzeitig fertig sein. Das sei nicht einfach gewesen, weil die Planer sich verrechnet hatten. „Der mittlere Teil des dreiteiligen Kolosses wog nicht 125 Tonnen wie gedacht, sondern 168“, so Torsten Rehling. „Wir wollten im November 2017 mit dem Abbruch fertig sein, es wurde April.“ Deshalb wurde im Schichtbetrieb die Zeit wieder eingeholt.

Züge fahren über neue Ochtum-Brücke mit Tempo 140

So haben Gleisbauer rechtzeitig auf der neuen Brücke Schotter eingebracht und Schwellen sowie sogenannte Gleisjoche verlegt. Das sind etwa sechs Meter lange Abschnitte, die per Zwei-Wege-Bagger an die richtige Position geführt werden. Dann werden der Schotter verdichtet und die kurzen Schienen durch lange ersetzt.

Während die Züge in ein paar Tagen wieder ihre übliche Geschwindigkeiten fahren – dort gilt Tempo 140 – , wird die Baustelle rückgebaut. Ende des Jahres sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein, deren Planungen mit einem Vorlauf von mehr als einem Jahrzehnt begonnen hatten.

Notfallbrücken werden vom THW wieder verpackt

Dieses Projekt sei für die Deutsche Bahn sehr aufwendig gewesen, hieß es, und hatte mehrere Besonderheiten. „Die beiden Baukastenbrücken vom Technischen Hilfswerk haben wir vom Bundesverkehrsminister nur geliehen“, sagt die Bahn-Sprecherin. Diese beiden Notfallbrücken für Deutschland werden im Rahmen eines sechswöchigen THW-Übungseinsatzes ab Mitte April wieder verpackt und gehen ins Lager in Konz bei Trier.

Es fehlt noch ein paar Schwellen. Die werden in Kürze auf den Schotter gesetzt. 

Auch die Natur bekomme den Raum wieder, den die Bahn für ihre Arbeiten kurzfristig „geborgt“ hatte. Petra Noack vom Bremer Büro Tesch Landschafts- und Umweltplanung Bremen, erinnerte daran, dass der Bahn-Konzern großflächige Untersuchungen durchgeführt und eine Vielzahl von schutzbedürftigen heimischen Tierarten festgestellt hatte. Unter anderem bekamen Turmfalken ein neues Zuhause, aber auch ein Graben wurde verlegt – für den Steinbeißer.

Zum Thema Bahn und Naturschutz in Dreye lesen Sie hier einen weiteren Text.

bauinfos.deutschebahn.com

www.nordwestbahn.de

Neue Ochtumbrücke der Bahn in Dreye

 © Sigi Schritt und Petra Noack / Tesch Landschafts- und Umweltplanung
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