Mittelweserverband investiert 250.000 Euro in die Sicherheit

Das Ende der Schotterpiste auf Dreyer Deich

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Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Rathausmitarbeiter Dierk Heitmann und Fachbereichsleiterin Erika Janke schauen sich das Gelände gemeinsam mit Peter Neumann vom Mittelweserverband an, das im nächsten Jahr ein neues Gesicht bekommen soll.

Dreye - Von Sigi Schritt. Radtouristen könnten ab Ende des nächsten Jahres in Weyhe bequem auf einer durchgehend asphaltierten Strecke entlang der Weser fahren. Das haben gestern Bürgermeister Andreas Bovenschulte und der Geschäftsführer des Mittelweserverbands (MWV), Peter Neumann, bei einem Ortstermin auf dem Deichgelände angekündigt.

Dort ist seit Jahren ein wenige hundert Meter langer Streckenabschnitt zwischen Bremen-Arsten und der Weserbrücke der Bahn ein Ärgernis. Besonders Pendler kritisieren die Schotterstrecke, die zwar laut Neumann nicht verkehrsgefährdend ist, aber alles andere als vorzeigbar für eine Gemeinde, die sich gemeinsam mit der Mittelwesertouristik für den Radtourismus stark macht. Dieser geschotterte Abschnitt wird nicht etwa ertüchtigt, sondern bekommt einen neuen, verschwenkten Verlauf. Der Weg wird näher ans Ufer geführt. „Er wird aber weder länger noch müssen Radler Höhenunterschiede bewältigen“, so Neumann.

Mit dem 250.000 Euro teuren Projekt will der Verband eine Gefahrenstelle entschärfen, die durch den Arbeitsbetrieb einer Dreyer Firma latent vorhanden ist, sagt der Geschäftsführer. Dieses Unternehmen betreibt am Wasser eine Anlegestelle für Schiffe und hinter dem Deich einen eigenen Lagerplatz. Auch wenn die Baggerfahrer, die den Radweg überqueren müssen, aufpassen, führt die motorisierte Präsenz laut Neumann immer wieder mal zu unerwünschten Situationen. Um in absehbarer Zeit auf der sicheren Seite zu sein, verfolgt der Verband also die Idee, Areale schlicht um schlicht zu tauschen. Dann bleiben die Bagger auf dem Betriebsgelände und die Radler fahren außen herum vorbei, so Neumann. Vor dem Förderband geht es auf die alte Route zurück. Das neue Gelände soll eingezäunt werden, kündigt er an.

Gemeinde übernimmt Verkehrssicherungspflicht

Für den neuen Abschnitt muss die Gemeinde die Verkehrssicherungspflicht übernehmen, die könne der Verband nicht leisten. Grundsätzlich kenne Neumann nur Deichverteidigungswege, die nicht der Öffentlichkeit gewidmet sind. Nur in Weyhe an der Weser sei das stets anders gewesen.

Um das Projekt umzusetzen, sind einige Verfahrensschritte notwendig. Zunächst folgt eine Geländeuntersuchung. Wenn eine Fläche versiegelt wird, müsse geschaut werden, welche Güte sie hat. Das Ergebnis der landschaftspflegerischen Untersuchung habe Einfluss auf die Ausgleichsfläche. Neumann konnte aber nicht sagen, ob Bäume oder Büsche weichen müssen. Das werde erst ein Gutachten zeigen. Dieses liege spätestens am Ende des Jahres vor. Schließlich müssten die Juristen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz das Vorhaben genehmigen. „Ziel ist, nächstes Jahr zu bauen“, sagt Neumann.

Außerdem muss der Weg hinter dem Areal von Aldi ebenfalls leicht nachgebessert werden. Als das Hochregallager errichtet worden ist, wurde für den Deich ein Tümpel überbaut. Der Verband rechnete mit Setzungen im Erdreich. „Die sind eingetreten. Deshalb ist der Weg auf der Krone erst ein paar Jahre später asphaltiert worden.

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