„Eiserner Steg 2000“ zeigt Bilder

Vernissage: Warten auf die Künstler

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Die Künstlergruppe „Eiserner Steg 2000“stellt ihre Werke im Weyher Rathaus aus.

Weyhe - Von Angelika Kratz. Was tun, wenn die Sektgläser gefüllt sind, aber weder Künstler noch Besucher ihren Weg ins Rathaus finden? Die Frage stellte die stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Söfty am Donnerstagabend anlässlich der Ausstellungseröffnung der Künstlergruppe „Eiserner Steg 2000“. Über 50 Werke von Clemens Erlenbach, Jörg Költermann und Andreas Wald sind dort derzeit zu betrachten.

Achim Grunemann, ehemaliger Kunstpädagoge in Weyhe und heute freischaffender Maler, führte als einziger Gast die Vize-Bürgermeisterin, die Kulturbeauftragte Tina Fischer und die anwesende Presse in das professionelle Können der Künstlergruppe ein. „Da gehört unglaubliche Ausdauer dazu“, attestierte er den gekonnten Pinselstrich gepaart mit fantastischen Ideen. „Das ist ein Auto, haben Sie das schon gesehen?“, zeigte sich Ingrid Söfty von einer Arbeit direkt am Treppenaufgang begeistert.

Viele der Rathausmitarbeiter blieben auf ihrem Weg zu einer Sitzung eine Weile vor der Kunst vom „Eisernen Steg 2000“ stehen. Nicht nur Ingrid Söfty juckte es in den Fingern, kurz über die Leinwand zu streichen, denn die 3-D-Werke waren so täuschend echt gemacht, das nur ein Blickwechsel und eine andere Lichtwirkung die Illusion brach.

Die Künstler Jörg Koltermann und Andreas Wald hatten nicht als einzige Probleme mit den Staus zwischen Bremen und Weyhe, auch Brigitte Tüttelmann, die als Künstlerin in die Ausstellung einführen sollte, kam mit erheblicher Verspätung im Rathaus an. Hannes Hübel gehörte zu den Wartenden. Der 17-Jährige war mit seinem Keyboard zur musikalischen Untermalung der Vernissage pünktlich im Rathaus, es dauerte jedoch, bis er seine selbst komponierten und leicht melancholischen Werke zu Gehör zu bringen konnte.

Schließlich begrüßten die Anwesenden die Künstler Andreas Wald und Jörg Koltermann mit viel Applaus. Der Dritte im Bunde, Clemens Erlenbach, war krankheitsbedingt verhindert. Die stellvertretende Bürgermeisterin richtete ihre Begrüßungsworte an das Publikum, und Hannes Hübel bekam viel Beifall für seine Musik.

Brigitte Tüttelman führte verständlich und informativ in die Schaffensweise der drei Künstler ein. Der Gruppenname sei eine Hommage an die Wirkungsstätte Frankfurt und deren eiserne Brücke als Fortschrittszeichen der Industrialisierung. Mittlerweile hat Jörg Koltermann seine Geburtstätte Bremen wieder für sich entdeckt und übernahm die Initiative für gemeinsamen Ausstellung in Weyhe. Die Nähe zum Realismus verbindet die drei Männer, aber die Geschichten hinter menschenleeren Fassaden, gruseligen Ruinen oder einsamen Stränden darf sich jeder Betrachter selber ausmalen.

Zu sehen ist die Ausstellung der Künstlergruppe bis zum 12. November.

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