Einzelhandel: Gemeinde will Investoren Sicherheit geben

Soll künftig optimiert werden: Die Steuerung des Einzelhandels.
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Soll künftig optimiert werden: Die Steuerung des Einzelhandels.

Weyhe – Die Gemeinde will den Einzelhandel in Weyhe mit einer unterstützenden Bauleitplanung weiter entwickeln und möchte dazu ihr bestehendes Einzelhandels- und Zentrenkonzept fortschreiben. Dazu hat das Büro Stadt+Handel Beckmann und Föhrer Stadtplaner mit Hauptsitz in Essen einen Entwurf konzipiert, den Planer Jens Nußbaum am Dienstagabend im Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt vorstellte.

Alle Fraktionen stimmten dem Konzept zu.

Bevor die Verwaltung unter anderem die Nachbarkommunen formell beteiligt, muss der Rat allerdings die Empfehlung des Ausschusses bestätigen.

Laut Planer Jens Nußbaum soll solch ein Konzept gleichermaßen eine Planungssicherheit für die Kommune und für Investoren geben und eine Grundlage für eine Handels- und Stadtentwicklung bieten. Ebenso wichtig sei aus seiner Sicht die Sicherung der wohnortnahen Versorgung.

Nach wie vor soll es zwei zentrale Versorgungsbereiche geben: Das Gebiet um die Bahnhofstraße in Kirchweyhe sowie das Areal um den Marktplatz soll das Hauptzentrum bilden.

Der zweite Versorgungsbereich sei weiterhin Leeste. Neu sei aber, dass die Planer den Bereich um die Leester Straße zu einem Nebenzentrum heraufgestuft hätten, sodass es dort mehr geben dürfe als nur die Deckung des Grundbedarfs.

Für Weyhe sieht Nußbaum in Sachen Warengruppen noch Potenzial für den Einzelhandel. Luft nach oben gebe es zum Beispiel hinsichtlich der Warengruppe Blumen und zoologischer Bedarf. Eine Steigerung gebe es beim Verkauf von Büchern, Zeitschriften und Zeitungen. Seiner Meinung nach seien beim Absatz von Spielsachen, Bastelwaren sowie beim Verkauf von Musikinstrumenten Steigerungen zu erwarten.

Zur Corona-Pandemie nahm Jens Nußbaum ebenfalls Stellung. Der aktuelle Lockdown drücke hinsichtlich des Konsumverhaltens auf die Stimmung: Corona werde nur Entwicklungen, die sowieso eingetreten wären, beschleunigen. „Das Einkaufsverhalten ändert sich. Man kauft seltener ein, dafür größer.“ Dann möchte der Käufer ein Shoppingerlebnis haben und nach dem Einkauf Kaffee trinken oder noch ins Theater gehen. All das stehe in Konkurrenz zum Thema Online-Handel, wo die Käufer rund um die Uhr shoppen könnten.

Von Sigi Schritt

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