Ausschuss rechnet mit Freibad-Mehreinnahmen 

Eintritt ins Freibad soll für Kinder günstiger werden

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Hinter den Kulissen bereiten die Mitarbeiter des Freibads die neue Saison vor. 

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Freibad-Eintrittspreise sollen für Kinder und Jugendliche sinken. Das haben am Dienstagabend die Vertreter von SPD, CDU, Grünen und der FDP im Ausschuss für Bildung und Freizeit beschlossen. Wenn der Rat dem zustimmt, gelten die Absenkungen der Einzelkarten von 1,60 Euro auf einen Euro sowie der Zehnerkarten von zehn auf neun Euro und der Jahreskarten von 25 Euro auf 23 Euro bereits zur nächsten Saison.

Als „Kind“ zählen Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sowie Schüler und Studenten bis zum vollendeten 27. Lebensjahr, wenn sie an der Kasse einen entsprechenden Nachweis erbringen. Gratis ins Bad dürfen alle Mädchen und Jungen bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr.

Den vom Rathaus erarbeiteten Vorschlag (wir berichteten) tragen alle Ausschussmitglieder. Wie Susanna Clottey für die Verwaltung referierte, geht es um eine „nachvollziehbare Systematik der Preisstufen“. So soll der Preis für neun Einzelkarten den der Zehnerkarte entsprechen. Eine Saisonkarte für Familien soll um 10 Euro teurer sein als eine einzige Saisonkarte für Erwachsene. Für die neue Saison steigt der Preis von 75 auf 85 Euro.

Mehreinnahmen in Höhe von 9000 Euro

Die Verwaltung hatte die neuen Beträge auf Basis der Besucherdaten der vergangenen Saison durchgerechnet. Das Ergebnis sind laut Clottey Mehreinnahmen in Höhe von mehr als 9 000 Euro. Dagegen müsste das jährliche Defizit in Höhe von einer halben Million Euro gerechnet werden. Da seien rund 10.000 Euro zu vernachlässigen. Es entstünden nicht wie auf Facebook behauptet „dicke Gewinne“.

Neben diesem Antrag ging es in der Sitzung noch um vier weitere. Einer kam von Ulrich Mahn aus Kirchweyhe. Er hatte schriftlich dargelegt, dass zwei Erwachsene für ihre Saisonkarten 150 Euro bezahlen, aber zwei Erwachsene plus Kinder allerdings „nur“ 85 Euro für ein Jahresticket. Mahn forderte, dass Eltern ebenfalls den vollen Saisonkartenpreis zahlen sollten, der Eintritt der Kinder müsste aber frei sein. Da jedoch kein Kommunalpolitiker diesen Antrag in die Diskussion einbrachte, wurde darüber nicht abgestimmt.

Abgelehnt wurde mehrheitlich der FDP-Vorschlag, Leistungsempfängern eine (einzige) Zehnerkarte zur Verfügung zu stellen. Es soll also weiterhin dabei bleiben, dass Menschen mit minimalem Einkommen gratis das Bad-Gelände aufsuchen dürfen. „Das würde auch Familien mit wenig Einkommen treffen“, mahnte Bürgermeister Andreas Bovenschulte.

Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung vom Eintrittspreis befreit

Die Sozialdemokraten sehen mit ihrem Antrag laut Jürgen Borchers eine Jahre alte Forderung verwirklicht, wonach Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung, deren Ausweis das Merkzeichen „B“ beinhaltet, vom Eintrittspreis befreit werden. Borchers begründete, dass die notwendigen Begleitpersonen selbst in öffentlichen Verkehrsmitteln unentgeltlich befördert werden. Das sei gängige Praxis, kommentierte Bürgermeister Andreas Bovenschulte: „Aber man könnte es klarer machen.“ Das sah der Ausschuss ebenfalls so und votierte einstimmig für den SPD-Antrag.

Alfred Schröder von den Grünen setzte sich für eine Tageskarte für Familien oder für Gruppen ein, wobei auch Nachbarkinder einbezogen werden könnten. Da seiner Ansicht nach dieser Fall kaum vorkommt, sollte Schröder laut Bovenschulte seinen Antrag als Prüfauftrag umwandeln. Dem stimmte der Ausschuss mehrheitlich zu – vier CDU-Vertreter lehnten das ab, die FDP-Vertreterin enthielt sich.

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