Lahauser Verein lädt zum Fußballcamp

Eine Woche Training wie die DFB-Vorbilder

Kinder aus verschiedenen Vereinen nehmen am Fußballcamp des TSV Weyhe-Lahausen teil. - Foto: Schulz

Weyhe - Von Siard Schulz. Wumms! Soeben hat der siebenjährige Levin inmitten der prallen Mittagshitze die Hütchen umkurvt, mit schnellen Trippelschritten die Koordinationsleiter überwunden und das Leder stilecht wie Nationalspieler Thomas Müller in die Maschen gedroschen.

Das Fußballcamp des TSV Weyhe-Lahausen lockte zum dritten Mal in diesem Jahr über 25 Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren auf die Zentralsportanlage. Die Organisatioren wollen die Schüler in Technik, Torschuss und Ballbehandlung trainieren.

Immer mit von der Partie: Tanju Hollwedel. Der 20-Jährige absolviert beim Verein ein Freiwilliges Soziales Jahr und hatte für das Camp ein umfassendes Programm auf die Beine gestellt. „Wir erleben denselben Effekt wie ein ungefähr drei Monate umfassendes normales Training in einer Mannschaft, die zwei Mal in der Woche je 90 Minuten Übungseinheiten absolviert.“ Gemeint ist damit die reine Zeit. Denn für die Kicker startet das fünftägige Erlebnis täglich um 9.30 Uhr und endet erst um 17 Uhr.

Ziel ist es laut Hollwedel, die Kinder in der Region fußballerisch voranzubringen. Deshalb müsse man auch nicht zwingend Mitglied im Verein sein: „Wir haben auch viele Gäste“, ergänzt der 20-Jährige. Einer von den ihnen ist der Hütchen-Dribbler und Torschütze Levin, dem vor allem das abwechslungsreiche Programm gefällt: „Erst haben wir uns warm gemacht, spielten ein paar Pässe, dann war Torschusstraining und am Ende eine Wasserschlacht zur Abkühlung“, berichtet der Grundschüler aus dem Nachbarverein.

„Dieses kompakte Programm bieten wir vier Mal im Jahr an. Zu Ostern einmal, zwei Mal in den Sommerferien und einmal im Herbst“, erklärt Hollwedel.

Neu ist die Idee dieses Feriencamps allerdings nicht: Seit ungefähr acht Jahren bestünden diese kompakten Trainingseinheiten, fügt der FSJler hinzu. Damit das Geplante auch reibungslos über die Bühne geht, war eine gute Organisation unabdingbar für die Trainer: „Das Essen musste bestellt werden, Getränke für die Kinder wurden eingekauft, und wir mussten darauf achten, ob es Allergiker und Asthmatiker gibt“, resümiert Hollwedel. Daher bedurfte es einen Vorlauf, um sich auf alle Teilnehmer angemessen versorgen zu können. Doch wie für 25 Kinder eindecken, die alle unterschiedlich alt sind? Diese Frage stellten sich auch Tanju und sein Team und lösten das Problem, indem sie die Kinder zu Altersgruppen zusammenfassten und die Anforderungen somit anpassten.

Da ein solches Training viel Kraft raubt, gibt es mittags immer eine reichliche Verpflegung im Vereinsheim durch einen örtlichen Fleischer mit Speisen, die Kinder gerne mögen. Im Anschluss zeigen die Betreuer einen Film, ehe es wieder ins Freie geht.

Im Herbst startet das nächste Camp. Informationen dazu gibt es im Internet.

www.tsvwl.de

Mehr zum Thema:

Riesenjubel in Grün-Weiß

Riesenjubel in Grün-Weiß

Bayern nach Leipzig-Patzer wieder vorn

Bayern nach Leipzig-Patzer wieder vorn

DHB-Frauen starten mit Sieg in EM-Hauptrunde

DHB-Frauen starten mit Sieg in EM-Hauptrunde

Weihnachtsmarkt in Sankt Hülfe/Heede

Weihnachtsmarkt in Sankt Hülfe/Heede

Meistgelesene Artikel

Festnahme am Diepholzer Bahnhof

Festnahme am Diepholzer Bahnhof

Bundesweites Interesse an Diepholz

Bundesweites Interesse an Diepholz

Grausiger Fund auf der Rinderweide

Grausiger Fund auf der Rinderweide

Kommentare