Energieversorger swb richtet WLAN-Hotspot ein

Eine Stunde kostenlos auf dem Marktplatz im Netz surfen

Testen erfolgreich den kostenlosen Internetzugang: (v.l.) Fachbereichsleiter Matthias Lindhorst, Bürgermeister Andreas Bovenschulte, swb-Vertriebsgeschäftsführer Alexander Kmita und Projektleiterin Anne Linke. - Foto: Husmann

Weyhe - Von Philipp Köster. Der Weihnachtsmarkt in Kirchweyhe ist seit Montagmorgen um eine Attraktion reicher: Die Besucher können sich nicht nur Glühwein, Schmalzgebäck und Wurst schmecken lassen, sondern auch kostenlos im Internet surfen. Der Bremer Energieversorger swb hat auf dem Marktplatz einen sogenannten Hotspot eingerichtet.

Es handelt sich um den ersten öffentlichen Zugangspunkt in der Gemeinde und um den ersten der swb außerhalb Bremens. „Wir sind zurzeit in Gesprächen mit Stuhr“, kündigt Projektleiterin Anne Linke einen weiteren Hotspot für Weyhes Nachbargemeinde an.

Laut Bürgermeister Andreas Bovenschulte sind die Bremer an die Verwaltung herangetreten. Die nahm das Ansinnen gerne auf, zumal für Weyhe keine Kosten anfallen. Je nach Aufwand muss die swb für die Einrichtung eines Hotspots unterschiedlich viel investieren, in Kirchweyhe „ein nicht mehr dreistelliger Betrag“, wie Techniker Sven Hustedt errechnet hat.

„Wir finden das Angebot klasse, bedeutet es doch eine Attraktivitätssteigerung für den Marktplatz“, sagt der Rathauschef. Kritiker könnten fragen, was eine solche Einrichtung bringe, hätten die meisten doch ohnehin ausreichend Datenvolumen als Grundlage eines Mobilfunkvertrages. Doch gelte das längst nicht für alle. Der Hotspot ermögliche so eine „Teilhabe am digitalen Leben“, so Bovenschulte.

Zumindest für eine Stunde am Tag. Denn das Angebot ist auf 60 Minuten in 24 Stunden befristet, sagt swb-Vertriebsgeschäftsführer Alexander Kmita. Kunden könnten auch darüber hinaus gratis surfen. Alle anderen können für einen Euro zusätzliche Zeit im Netz erwerben, sagt Projektmanagerin Linke.

Mittels zweier sogenannter Access-Points wird das Marktplatzareal mit dem Internetsignal „ausgeleuchtet“, so der Fachjargon. - Foto: pk

swb-Techniker Hustedt hat am Toilettenhaus auf dem Marktplatz zwei sogenannte Access-Points installiert, die das Areal „ausleuchten“. Die beiden grauen Kästen ermöglichen eine flächendeckende Versorgung des Areals. Das heißt, das Internet sollte auch beim Eiscafé und bei Garbs verfügbar sein. Mehrere Dutzend Leute könnten sich parallel einloggen, ohne dass es zu Schwierigkeiten kommt, verspricht Anne Linke. Im Vorfeld sei zudem darauf geachtet worden, dass es keine Interferenzen mit dem Hotspot des Weyher Theaters gibt, berichtet Matthias Lindhorst, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste im Rathaus, von entsprechenden Gesprächen mit Theatergeschäftsführer Heinz-Hermann Kuhlmann.

Geht es nach Bovenschulte und Lindhorst handelt es sich nicht um den letzten Hotspot. „Wir streben für 2017 einen im Freibad an, müssen dann aber ein bisschen buddeln, schließlich ist das Gelände zwei Hektar groß. Und es gibt Wasser, einen Wall und Bäume“, so Lindhorst.

Weitere kostenlose Internetzugänge sind der Verwaltungsspitze zufolge für den Henry-Wetjen-Platz und den Leester Bahnhof denkbar. Allerdings müsste das Rathaus für diese Projekte eine Ausschreibung machen. Das großzügige Engagement der swb wird in Weyhe nicht grenzenlos sein. „Ich gehe nicht davon aus, dass die Unternehmen das für lau machen“, sagt Matthias Lindhorst.

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