Open-Air-Konzert

Eine Reise durch die Klassik auf dem Kirchweyher Marktplatz

Wollen Musik: Alice Vaz (Geigerin), Hedda Stock (Kulturbeauftragte) und Gerd Brüning (Posaunenchor).
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Wollen Musik: Alice Vaz (Geigerin), Hedda Stock (Kulturbeauftragte) und Gerd Brüning (Posaunenchor).

Weyhe – Es soll eine Rückkehr werden zu Unbeschwertheit und Lockerheit. Auf eine solche Reise will die Gemeinde Weyhe laut Mitteilung beim dritten und finalen eigenen Konzert in der Open-Air-Arena auf dem Marktplatz gehen.

Profis und Hobby-Musiker gehen auf „Reise durch die Klassik“, so heißt auch der Titel des Freiluft-Konzerts. Die Gemeinde lädt zu der Veranstaltung am Dienstag, 20. Juli, ab 20 Uhr.

Es soll dabei eine Brücke gebaut werden – zwischen internationalen Profi-Instrumentalisten und hiesigen Hobby-Musikern, zwischen dem Streichquartett Ars Moderna und dem Weyher Posaunenchor. Sie werden abwechselnd bekannte Stücke der Klassik zum Besten geben. „Lieder, die auch Laien kennen und gleich wiedererkennen werden“, versichert Kulturbeauftragte Hedda Stock. Es sind „ganz bewusst die fröhlichen Lieder ausgesucht“ worden, sagt sie. Auch, um der Coronatristesse etwas entgegenzusetzen und Alltagssorgen zu vergessen.

Doch nicht nur der zehnköpfige Posaunenchor, der seit genau 60 Jahren besteht und sich längst nicht nur lokal einen Namen gemacht hat, hat einen kurzen Anfahrtsweg. Denn Alice Vaz von der Formation Ars Moderna, deren Mitglieder aus Portugal und Chile stammen, lebt mittlerweile selbst in Weyhe. „So kam der Kontakt zustande“, erzählt Stock.

Die Musikerin Vaz spielt Geige und Bratsche. Sie wuchs in Lissabon auf und kam 2008 nach Deutschland, um ihr Studium der Violine und der Viola an der Hochschule für Künste aufzunehmen. Sie war Mitglied des Orchesters der Hansestadt Lübeck sowie des Orchesters des Oldenburgischen Staatstheaters. Vaz freut sich auf den Konzertabend im Juli. „Die Musik hat etwas Fluffiges und bringt Menschen in Schwung“, sagt sie.

Das Ensemble, eigentlich ein Streicher-Trio mit Geige, Bratsche und Cello, wurde 2013 gegründet. Ars Moderna hat sich in erster Linie der Interpretation und Verbreitung von Kammermusik verschrieben, aber auch Werke der neueren Musik und der Gegenwart gehören zum Repertoire. So würden stets neue Wege beschritten – beispielsweise in Interaktion mit anderen Künsten wie Tanz, Malerei oder Folklore, teilt die Gemeinde mit. Mitunter seien bis zu sieben Musiker an dem Ensemble beteiligt.

Generell möchte die Gruppe Brücken bauen. Ihr Ziel ist es, Welten zu verbinden und Barrieren abzubauen: kulturell, zum Beispiel durch das Zusammenbringen westlicher und östlicher Musik: Sozial, indem etwa auch in Pflegeheimen aufgetreten wird, ästhetisch, in Form von Verbindungen von alt und neu, oder künstlerisch mit unterschiedlichen kreativen Kooperationsprojekten.

Für das Konzert im Zentrum Kirchweyhes wird ein „Potpourri der Klassik“ versprochen: Neben Stücken von Mozart, Vivaldi oder Beethoven wird das Streichquartett das Publikum auch in eine Welt voller exotischer und moderner Klänge entführen. Der Posaunenchor unter der Leitung von Oscar Alemany Lopez will zudem nicht minder launige Beiträge beisteuern – bis zum vorläufigen Konzerthöhepunkt, dem gemeinsamen Spielen der „Wassermusik“ von Georg Friedrich Händel. „Eine gemeinschaftliche Probe gibt es am Wochenende vor dem Konzert“, verrät Stock.

Doch es gibt auch Nachwuchsorgen in Weyhe. Vielleicht motiviert das Konzert auch wieder mehr Menschen dazu selbst Musik zu machen. „Die Jugend fehlt uns“, sagt Gerd Brüning vom Posaunenchor.

Tickets

Der Kartenverkauf startet heute. Tickets kosten 20 Euro beziehungsweise 18 Euro auf der oberen Tribüne. Schüler und Studenten zahlen die Hälfte. Inhaber einer Ehrenamtskarte und Schwerbehinderte (Begleitperson frei) erhalten zehn Prozent Nachlass an der Theaterkasse. Karten sind erhältlich auf der Internetseite des Weyher Theaters unter https://bit.ly/3zSFwiQ.

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