„Eindrucksvolle handwerkliche Arbeit“

Besucher des Sudweyher Adventsmarktes bestaunen Fortschritte bei Bahnhofssanierung

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Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schmeckt der Glühwein gleich noch mal so gut.

Sudweyhe - Die Macher der Sudweyher Bahnhofsrenovierung, Christine Burda, Sönke van Hoorn, Andreas Gründemann und Anja Kiel trugen am Wochenende ein Dauerlächeln im Gesicht: Ihr Bahnhof hat, obgleich längst noch nicht fertig restauriert, bei vielen Sudweyhern und Besuchern aus der Umgebung großes Interesse geweckt.

Nicht nur bei den Veranstaltungen, wie dem zweiten Weihnachtsmarkt am dritten Adventswochenende. Ehe sich die Gäste das Angebot an den Ständen und in den Buden näher betrachteten und sich Knipp, Würstchen, selbst gebackenen Kuchen, Kartoffel- oder Currysuppe schmecken ließen, schauten sie sich im Gebäude um. 

Sie bemerkten die Baufortschritte, freuten sich über die sehr gelungenen Maßnahmen, um alte Materialien zu erhalten und lobten Fantasie, Kreativität und Fleiß der Ehrenamtlichen. Sie hatten eine alte Schiene zu einem Handläufer veredelt, hatten vom Putz befreites Mauerwerk dauerhaft sichtbar gemacht und Fußbodendielen zu Tischplatten und Küchenverkleidung umgearbeitet.

Im Mittelpunkt der Baubesichtigung stand allerdings die „dreifach gewendelte“ Treppe, die ins Obergeschoss führt. „Das ist doch mal eindrucksvolle handwerkliche Arbeit“, lobte ein Besucher, und einer war sogar mehrmals die Treppe hinauf- und hinuntergegangen, um in seiner Hand die Glätte des Handlaufs zu spüren.

Einweihung soll Mitte Mai 2019 sein

Während die Plätze an den Tischen unten ständig besetzt waren, konnten sich die Besucher im Obergeschoss ein Bild davon machen, wie viel Arbeit noch auf die freiwilligen Helfer wartet, bis am 11. Mai der Sudweyher Bahnhof offiziell eingeweiht werden kann. 

Während das Gästeappartement mit Küchenzeile und Bad noch abgesperrt war, saßen im künftigen Clubzimmer die Kinder am großen Tisch und bastelten. In dieses Clubzimmer, das maximal zwölf Personen Platz bieten wird, wird auch noch eine kleine Teeküche eingebaut. Nach Aussage von der Vereinsvorsitzenden Christine Burda liegen auch schon von verschiedenen Gruppen Nutzungsanfragen vor.

Finanziell steht das Projekt auf festen Füßen, wie Burda unterstrich. Die laufenden Kosten können aus den Beiträgen der inzwischen rund 120 Mitglieder finanziert werden. Aber der Verein benötigt weiterhin Spenden, um noch weiteres Mobiliar zu kaufen.

Lärm haben die Anwohner von dem Bahnhof nicht zu befürchten

Hinsichtlich der Nutzung und des damit verbundenen unvermeidlichen Geräuschpegels gab es in Gesprächen mit den Nachbarn inzwischen auch eine einvernehmliche Lösung. Eine Dauerbeschallung ist ohnehin nicht vorgesehen, bei Veranstaltungen werde man sich an die vereinbarten Öffnungszeiten halten, und der Adventsmarkt wird auch künftig nicht ausgeweitet. „Den wollen wir weiterhin so klein halten, damit die Besucher hier in Ruhe miteinander klönen können, denn genau das ist ja unser Bestreben“, erklärte die Vorsitzende.

Im Gebäude gab es zwei Stände mit Kunsthandwerk, und an den Wänden hingen Gemälde der Lahauser Malerin Hildegard Wienberg.

Hinter dem Gebäude standen mehrere Hütten aus dem Besitz der Leester Werbegemeinschaft. Dort wurden Speisen und Getränke angeboten. Aus einem Zelt heraus spielte die Jugend-Bläserklasse der SV Kirchweyhe unter Leitung von Joyce Budelmann weihnachtliche Lieder. Damit machte die Band Werbung für eine neue Klasse, die im Entstehen ist und an jedem Mittwoch von 16.30 bis 17.30 Uhr in der Grundschule Kirchweyhe übt.

Einige Besucher nutzten den Markt, um schon einen Weihnachtsbaum zu erwerben. Mitarbeiter der Baumschule Lehmann hatten mehrere Tannen zunächst zur Dekoration mitgebracht, aber vom Chef die Zustimmung erhalten, diese Bäume zu verkaufen. Den Erlös durften sie sogar für sich behalten. 

bt

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