Einblicke in die Welt des „Americana“

Bobbo Byrnes gastiert im „Shakespeare's“

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Bobbo Byrnes

Kirchweyhe - Von Uwe Goldschmidt. Beim vorerst letzten Konzert aus der „Songs and Whispers“- Reihe gastierte am Freitag der US-Amerikaner Bobbo Byrnes im Theaterpub „Shakespeare‘s“. Im Gepäck hatte er eine Mischung aus kalifornisch angehauchtem Country-Rock, schrille Rock ’n’  Roll-Riffs und ruhige Singer-Songwriter-Momente.

Byrnes, der bereits auf eine lange musikalische Karriere zurückblickt, zog nach dem plötzlichen Verlust zweier naher Angehöriger im Jahr 2000 mit seiner Frau Tracy von Boston nach Kalifornien. Sie setzten sich ins Auto und fuhren so weit nach Westen wie möglich, so Byrnes. Sie landeten schließlich in Huntington Beach im Orange County und gründeten dort die Band „Falling Stars“, in der seine Frau den Bass spielt und singt. Im Pub stand der Singer und Songwriter jedoch alleine auf der Bühne bei seinem 43. Auftritt in Deutschland seit Ende August.

Ausgestattet mit zwei Akustikgitarren und Mundharmonika präsentierte er seine Kompositionen mit guter Laune und Gelassenheit. Viele seiner Songs spiegeln authentische Episoden seiner Lebensgeschichte wider. Darunter „Hate this town“, von seiner Solo-CD „Motel Americana“. Dieser Titel ist seiner Geburtsstadt Boston gewidmet. „Ich hatte mich daran gewöhnt, diese Stadt zu hassen, aber in meinem Traum sah sie auf einmal besser aus als sie jemals ausgesehen hat“, sang der Sänger und ließ im Lied eine gehörige Portion Heimweh anklingen.

Bei den nächsten Stücken wurde es dann rockiger und lauter. Ecken und Kanten bekommen die Songs von Bobbo Byrnes Gitarrenarbeit durch seine kräftige oft scheppernde Spielweise – ganz gleich ob auf der Westerngitarre oder der lauteren Resonatorgitarre. Kleine Akzente setze Byrnes mit seinem Mundharmonika- oder dem Slidegitarrenspiel. Ebenso waren es die Songs wie das nostalgische „Massachusetts“, der Country-Ausflug „Diner Door“ oder „This is Happening“, die den Abend künstlerisch abrundeten.

Dass Byrnes die Pub-Besucher auf seiner Seite hatte, zeigte sich beim Titel „APB“. APB ist die Abkürzung für „All points bulletin“, den Fahndungsaufruf der Polizei zur Tätersuche, dessen Refrain energisch mitgesungen wurde. Byrnes hat mit diesem Abend einen überzeugen Einblick in die Welt des Americana gewährt und wird mit seiner Formation „Falling stars“ noch weitere Konzerte im Nordwesten geben.

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