Musikwerke von Mozart und Bach

Ein Konzerterlebnis vom Feinsten in der Kirchweyher Felicianuskirche

Sänger und Musiker in der Felicianuskirche in Kirchweyhe.
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Die Felicianuskantorei wird von Musikern der „Sinfonietta Oldenburg“ und den Gesangssolisten (v.l.) Gela Birckenstaedt (Sopran), Susanne Langner (Alt), Benjamin Kirchner (Tenor) und Henryk Böhm (Bass) begleitet.

Werke von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart erklangen in der Felicianuskirche. Gemeinsam schafften die Kantorei, die Musiker der „Sinfonietta Oldenburg“ sowie die vier Gesangssolisten ein Konzerterlebnis vom Feinsten. Das Publikum dankte mit Ovationen.

Kirchweyhe – Mit einem minutenlangen Applaus und Ovationen der begeisterten Zuhörer ging am Samstag das Chor- und Orchesterkonzert mit Musik von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) in der Weyher Felicianuskirche zu Ende. Unter der Gesamtleitung von Kantorin Elisabeth Gebbert war es Sängern und Instrumentalisten der „Sinfonietta Oldenburg“ gelungen, grandiose Musikwerke in hoher Qualität aufzuführen. Eine Wiederholung des Konzertes gab es am Sonntag.

„Genau vor zwei Jahren haben wir das letzte Oratorium hier in der Kirche aufgeführt“, sagte Elisabeth Gebbert bei ihrer Begrüßung. „Und dann kam die Coronazeit.“ Umso mehr freue sie sich, dass nun wieder gesungen und musiziert werden dürfe. Deshalb sei auch ein bewusst fröhliches Programm ausgewählt worden, so die Kantorin. Vor den Sommerferien habe man mit den Proben begonnen. Die Musiker seien dagegen erst am vergangenen Wochenende dazu gekommen. „Das sind alles Profis“, sagte sie am Rande des Konzerts.

Gesangssolisten beweisen ihr Können

Seine sechsteilige Kantate „Erschallet, ihr Lieder“ hatte Johann Sebastian Bach zum Pfingstfest des Jahres 1714 in Weimar uraufgeführt. Als Konzertmeister am Hofe zu Sachsen-Weimar hatte Bach die Verpflichtung übernommen, monatlich eine Komposition abzuliefern und aufzuführen. Dazu gehörte diese Kantate, die er später als Thomaskantor in Leipzig mehrmals überarbeitet haben soll. Festliche Trompetenfanfaren eröffnen das Werk und wechseln sich mit melodischen Verzierungen der Streicher ab. Zusammen mit den Damen und Herren der Felicianuskantorei bewiesen die vielfach ausgezeichneten Gesangssolisten Henryk Böhm (Bass), Benjamin Kirchner (Tenor) sowie Gela Birckenstaedt (Sopran) und Susanne Langner (Alt) solistisch und im Duett ihr großes Können.

Bei Mozarts Motette für Sopran und Orchester „Exsultate, jubilate“ sowie beim folgenden Werk „Laudate Dominum“, eines der bekanntesten Stücke der Kirchenmusik, gelang es dem stimmgewaltigen Chor und Sopranistin Gela Birckenstaedt in hervorragender Weise, eine perfekte Harmonie herzustellen.

Mozarts Krönungsmesse in C-Dur entstand vermutlich für den Ostergottesdienst 1779 am Salzburger Dom. Der geniale Komponist war zu diesem Zeitpunkt 23 Jahre alt. Erst knapp 100 Jahre später ist der Name „Krönungsmesse“ schriftlich nachgewiesen. Die besonders festliche Ausstrahlung führte wohl dazu, dass die Messe bevorzugt in Gottesdiensten bei Kaiser- und Königskrönungen sowie in Dankgottesdiensten gespielt wurde und so ihren Namen erhielt.

Tradition zum Jahresausklang

Das Zusammenspiel zwischen Felicianuskantorei, dem Orchester und den vier Gesangssolisten hätte bei Mozarts sechsteiliger Messe nicht besser gelingen können. Zu den Eigenheiten des Werkes zählt vor allem ein festlicher Schwung. Als einen Höhepunkt kann der zweite Teil „Gloria“ herausgehoben werden, dessen Vortrag von Orchester, Chor und Gesangssolisten ein besonderer Hörgenuss war.

Insgesamt boten alle Akteure unter Gepperts Leitung eine glanzvolle Darbietung, der es an nichts mangelte: Herausragende stimmliche und musikalische Leistungen sorgten für ein Konzerterlebnis vom Feinsten.

Zu loben ist auch das aufschlussreiche Programmheft zu den beiden Konzerten. Neben der Vorstellung der Interpreten enthält es auch detailreiche Informationen zu den aufgeführten Werken und den nachfolgenden Konzerten. So gibt es am 4. und 5. Dezember ein Advents- und Weihnachtskonzert zum 25-jährigen Bestehen des Gospelchors und ein Weihnachtskonzert am 19. Dezember. Als eine schöne Tradition zum Jahresausklang gilt das festliche Konzert am 31. Dezember.

Von Rainer Jysch

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