Rockband trifft auf Klassische Philharmonie Nordwest

Musik im Autohaus: „Ein einmaliges Projekt“

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Pia und Bernd Bielefeld vom Autohaus Brandt sowie Heinz-Hermann Kuhlmann (r.) vom Marktplatz-Verein laden zum „Philharmonic Rock“ ein. Die Präsentationshalle für Neufahrzeuge verwandelt sich im November in ein Konzerthaus.

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Unter dem Motto „Rock trifft auf Klassik“ bieten der Marktplatzverein und das Autohaus Brandt für den Herbst einen musikalischen Leckerbissen an: Insgesamt 600 Zuhörer können am Donnerstag und Freitag, 2. und 3. November, ab 20 Uhr „Philharmonic Rock“ erleben.

Was ist das? Die Musiker des Weyher Theaters bilden mit weiteren Instrumentalisten von der Hochschule Bremen eine Rockband, die zusammen mit der Klassischen Philharmonie Nordwest (Syke) in der zu einem Konzertsaal umfunktionierten Fahrzeughalle ein zweistündiges Programm geben.

Es sei eine Premiere, dass Musikliebhaber das Konzert an zwei Tagen in seinem Haus genießen können, sagt Bernd Bielefeld von der Geschäftsleitung. Der Hobbymusiker mag Veranstaltungen wie die „Nokia Night of the Proms“. Etwa so könnten sich die Zuhörer das Event in der Wesergemeinde als Fortsetzung der Reihe „Musik im Autohaus“ vorstellen. Dem stimmt auch Ulrich Semrau zu. Das sei in der Region ein einmaliges Projekt, ergänzt der Leiter der Klassischen Philharmonie Nordwest. Er will im Autohaus auf einer 108 Quadratmeter großen Bühne auf drei Ebenen seine 30 Musiker und die Band dirigieren, Klassiker der Rockgeschichte präsentieren.

Die Rockband, bestehend aus Eike Dittmers (Gitarre), Arrangeur Joachim Refardt (Klavier und Keyboard) sowie Sänger Jens Wördemann und den Theatermusikern Patrick (Gitarre) und Kevin Kuhlmann (Schlagzeug) sowie Michael Haupt (Bass), habe sich eigens für dieses Kooperationsprojekt zusammengefunden. „Sie ist so noch nie alleine aufgetreten“, sagt Bielefeld.

Aufwendige Vorbereitungen

Die Vorbereitung sei sehr aufwendig, berichtet der Geschäftsführer des Autohauses. „Für Stücke etwa von der Band Status Quo gibt es keine Partituren für klassische Orchester. Deshalb müssten für jedes Instrument die Noten angepasst werden“, erklärt er die Herausforderung. Die sogenannte Microphonierung sei ebenfalls sehr zeitintensiv. „Jeder Musiker wird verkabelt und bekommt einen Knopf ins Ohr.“

Die Akustik ist trotz der vielen Wände aus Metall und Glas laut Bielefeld sehr gut. Besucher der vergangenen 18 Konzerte (Big Daddy Wilson, Weyher Theaterband, Abba-Revivialband) hätten dies immer wieder festgestellt. Der VW-Konzern hatte bei der Planung der Halle spezielle Akustik-Matten vorgegeben, nennt der Geschäftsführer den Grund.

Die Idee zu dieser Kooperation hatte Heinz-Hermann Kuhlmann, berichten Bielefeld und Semrau. Das war vor fünf Jahren. Die Zeit sei jedoch damals noch nicht reif gewesen, zumal die Theatermusiker für das Theater eingespannt waren, erklärt Kuhlmann. Im März des vergangenen Jahres erfolgte ein neuer Anlauf.

Karten für diese beiden zweistündigen Musikveranstaltungen gibt es ab Dienstag, 1. August, im Autohaus, im Theater und im Teekontor am Marktplatz. Die Karten kosten im Vorverkauf 26 Euro und an der Abendkasse 28 Euro.

Das Catering übernehmen unter anderem der Theater-Pub „Shakespeare’s“ und der Pfälzer Weintreff. Einlass ist ab 19 Uhr.

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