Duo Eidolon und Thomas Loefke 

Sanfte Lieder zum Mitwippen

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Hannah Alkire, Joe Scott und Thomas Loefke (r.) begeisterten ihr Publikum mit einfühlsamen Kompositionen.

Weyhe - Von Uwe Goldschmidt. Die Brücke von den Rocky Mountains über den Nordatlantik in die Leester Marienkirche schlug am Dienstagabend das Folkduo Eidolon aus Colorado (USA), begleitet vom deutschen Harfen-Virtuosen Thomas Loefke.

Mit Balladen, eigenwilligen Instrumenten und träumerischen Kompositionen entführte das Ensemble das Publikum in seine Klangwelten. Unter dem Tour-Titel „A tree finds its Voice“ entfachten Hannah Alkire, die mit ihrem Partner und Ehemann Joe Scott das Akustik-Duo Eidolon bildet, sowie Thomas Loefke ein Feuerwerk der Folkmusik, bei dem Melodien aus Irland, von den Faröer Inseln und Nordamerika erklangen.

Zum Titel der gleichnamigen Komposition wurde das Duo übrigens von seinen zwei neuen aufeinander abgestimmten Instrumenten Cello und Gitarre inspiriert, die aus dem selben Holzstück geschnitzt wurden, verriet Hannah den Zuhörern.

Was zunächst vor mehr als 20 Jahren als musikalisches Experiment startete, gipfelt heute in einem erfolgreichen musikalischen Duo und einer glücklichen Ehe.

Eine Besonderheit der Gruppe ist die außergewöhnliche Kombination der Instrumente. Neben keltischer Harfe und Violoncello beherrscht die „Guitjto“, eine eigens für Scott gebaute Gitarre mit zwei Hälsen, die Kompositionen. Das Publikum belohnte die Musiker für die sanften Lieder und beschwingten Melodien, die zum Mitwippen anregten, mit viel Applaus.

Musikalischer Reisebericht

Bei einigen Liedern erklärte Loefke die Hintergründe ihrer Entstehung. Er erzählte von Reisen durch Norwegen und auf die Färöer-Inseln, auf denen die Musiker zahlreiche Eindrücke sammelten. Diese versuchen sie in ihrer Musik widerzuspiegeln.

Aber nicht nur an den Instrumenten überzeugten die Musiker. Auch stimmlich harmonierte das Ehepaar. So sangen im Titel „75 North Second Street“ Hannah and Scott gemeinsam über das Leben ihrer Großeltern, so gefühlvoll, dass einige Zuhörer ihre Augen schlossen.

Den Kontrast dazu bot der schnelle, rhythmische, vom Cello dominierte, Titel „River of fire“.

Aufmerksam verfolgten die Gäste auch den Led-Zeppelin-Klassiker „Stairway to heaven“, der in der speziellen Bearbeitung in der Kirchenatmosphäre eine besondere Wirkung erzielte.

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