Gabi und Karl Kwoczek berichten vom unerwarteten Höhepunkt ihrer Fahrt zum Nordkap

Weyher Ehepaar trifft auf Trecker-Willi

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Gabi und Karl Kwoczek nehmen Trecker-Willi in ihre Mitte, sie freuen sich auch heute noch über diese Begegnung.

Weyhe - Von Ove Bornholt. Karl und Gabi Kwoczek aus Sudweyhe haben während ihrer Bus-Tour zum Nordkap überraschend einen kleinen Promi getroffen: Trecker-Willi – so wird der 79-jährige Winfried Langner genannt, seitdem er mit seinem alten Deutz durch Europa tuckert. Die Begeisterung für die Abenteuer des kleinen Rentners ist bei den Kwoczeks ebenso wenig zu bremsen wie die Fahrt des Niedersachsen mit 18 Kilometer pro Stunde Höchstgeschwindigkeit von Lauenförde bis zum 3800 Kilometer entfernten Nordkap.

Eines haben die Kwoczeks ihm allerdings voraus, sie haben ihre Skandinavien-Tour vom 16. bis 27. Juni beendet und sind wieder in Sudweyhe, während Trecker-Willi zwar auf dem Rückweg ist, aber erst im September wieder in Niedersachsen erwartet wird.

Karl Kwoczek (61) und seine Frau (58) hatten die Fahrten des Seniors unter anderem nach Mallorca in Presse-Berichten verfolgt. Wobei es sich für das Paar gar nicht um Trecker-Willi, sondern um Deutz-Willi handelt. So steht es auch auf den beiden Autogrammkarten, die sich die Weyher bei der Begegnung mit dem Rentner sicherten.

Doch das war gar nicht so einfach, denn als der Bus auf dem Parkplatz rund 100 Kilometer südlich vom Nordkap hielt, sprangen die meisten Mitreisenden heraus und belagerten den Rentner gewissermaßen mit ihren Autogrammwünschen, der dieses jedoch sehr gut aufgenommen habe, wie die Kwoczeks berichten.

„Als unser Reisebus mit lautem Hupen auf den Parkplatz fuhr, hat Deutz-Willi uns gesehen, kurz nach einem Kamm gegriffen und sich die Haare schick gemacht“, erinnert sich Gabi Kwoczek.

Anschließend stand er den neugierigen Touristen aus Deutschland Rede und Antwort. Er hatte ja auch Zeit, schließlich wartete er auf ein Fernsehteam, das ihn auf den letzten Kilometern begleiten wollte.

Reisegrupppe aus Weyhe trifft auf Trecker-Willi

Die Begeisterung bei der Reisegruppe lag auch daran, dass die Gruppe am Vortag an dem Parkplatz vorbeigefahren war und einige Teilnehmer schon da gemeint hatten, Deutz-Willi erkannt zu haben.

Und die Begeisterung hat bis heute nicht nachgelassen. „Soviel Mut, mit 79 Jahren und soviel wortwörtliches Durchsitzvermögen...“, setzt Karl Kwoczek an und strahlt vor Freude und Bewunderung, anstatt den Satz zu beenden. Manchmal ist Sprachlosigkeit ja auch das größte Kompliment.

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