Wrestling in Dreye: 20 Kämpfer gehen aufeinander los

Ehemaliger Publikumsliebling nun Anführer der Bösen

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John „Bad Bones“ Klinger ist zurück.

Dreye - Von Sigi Schritt. „Wenn die ganze Halle gegen mich ist und buht, habe ich meinen Job richtig gemacht.“ Seit Wrestler John „Bad Bones“ Klinger aus Bremen sich im Ring vom Publikumsliebling (wir berichteten) zum bösen Kämpfer gewandelt hat, läuft es bei ihm sehr gut: Davon können sich Wrestling-Freunde am Samstag, 24. Februar, in Dreye überzeugen. Dann stoppt die „wXw“-Tour erneut in Weyhe. Die Zuschauer erleben im Sportcenter Dassbeck in drei Stunden rund 20 Kämpfer, die in Einzel- oder in Gruppen aufeinander losgehen.

Immer wenn die Scheinwerfer angehen und John Klinger den Backstage-Bereich verlässt, verwandelt sich das „xXw“-Urgestein in einen kämpfenden Bösewicht. Eine Lichtshow und Einspieler auf einer großen Leinwand begleiten ihn auf dem Gang zum Ring. Der Auftritt in Dreye ist für ihn ein Heimspiel. Für einen anderen wäre es ebenfalls eines: Klinger meint Tim Wiese, der sich in der „wXw“-Akademie für einen Kampf der amerikanischen WWE-Liga vom Fußballer zum Wrestler „The Maschine“ entwickelt hatte. „Wiese hatte abgeliefert und einen großen Kampf gezeigt“, sagt Klinger. Klinger fordert den ehemaligen Nationaltorhüter auf, ins Sportcenter Dassbeck zu kommen. Ob auf einem Ehrenplatz oder sogar im Ring – Wiese ist ein „gern gesehener Gast“, sagt der Gewinner der „Unified World Wrestling Championship“.

„Beste Form seines Lebens“

Klinger führt das Team „Rise“ an. Mit zwei weiteren Mitgliedern seiner Mannschaft des Bösen, Ivan Kiev und Lucky Kid, will Bones Walter, Timothy Thatcher und Speedball Mike Bailey umhauen. Bailey ist laut „wXw“-Promoter Michael Hollmichel ein Kämpfer aus Kanada, der ebenfalls wie sein Kontrahent „Bad Bones“ in Los Angeles (USA) und in Tokio (Japan) im Ring war. Klinger freut sich auf diese Begegnung, weil sie „ein großes Spektakel“ bietet. Im Modus „Dreier-Team gegen Dreier-Team“ hätten er und seine Jungs in Hamburg „die Hütte abgerissen“.

Damit Klinger die „beste Form seines Lebens“ behält, trainiert er viel – zwei Stunden täglich, außerdem folgt er einem Diät- und Ernährungsplan und macht viel Yoga. Klinger weiter: „Wrestling ist aber nicht nur viel Sport, sondern eine Erzählform.“ Die Internet-Fangemeinde kennt die vielen Geschichten rund um die Sportler und ist hungrig nach mehr „Futter“. In der Wesergemeinde wird erstmals Videomaterial erstellt, das volle vier Wochen ausreichen soll. Die Kämpfe werden laut Hollmichel bei „wXw-Now“, „unserem Wrestling-Netflix“, gezeigt.

60 Tourorte und Events für die ganze Familie

Wer es also nicht schafft, sich ab 19 Uhr (Einlass: 17.30 Uhr) das sportliche Paket vor Ort anzusehen, kann die verschiedenen Filme als Serie in den folgenden vier Wochen anschauen. „Wir haben unser Format verbessert und scheuen keine Vergleiche mit TV-Shows.“ So hat die „wXw“ mit Katja Pilz zum Beispiel eine Cutterin festangestellt, die zuvor bei Sky das Format „Alle Spiele – alle Tore“ begleitet hatte. Sie schneidet das Material zusammen.

Weyhe biete sich als Aufnahmeort an, weil dort „viel geboten“ wird, erklärt Hollmichel. Es ist etwas anderes, ob man für sich für den Preis eines 3D-Films die Action anschaut, die Stuntleute bieten oder für fast den gleichen Preis einen Stehplatz ergattert, um Wrestling zum Anfassen zu erleben. Die 60 Tourorte, zu denen auch Weyhe zählt, bieten Events für die ganze Familie. Betagte mit ihren Pflegebetreuern seien ebenso willkommen wie Kinder ab sechs Jahren, sagt Hollmichel, der zur Pressekonferenz seine Tochter Klara mitgebracht hatte. Wer weiß, vielleicht startet sie auch eine Karriere wie Wrestlerin Toni Storm. Denn die Frauenabteilung drängt in den Ring.

Der lokale Veranstalter, Heiko Dassbeck, lobt die Wrestling-Organisation, deren Erfolgskurve nach oben geht. Wer übrigens mit den Wrestlern plauschen möchte, kann das im Anschluss auf der After-Show-Party.

Karten bei der Kreiszeitung

Nicht alle Begegnungen stehen bereits fest. Zumindest wird wXw-Shotgun-Champion Boby Gun seinen Titel verteidigen. Er tritt gegen Manticore Toby Blunt an. Karten gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen der Kreiszeitung.

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