Auf der Ehemaligenbörse an der KGS Leeste informieren sich Schüler

Traumberuf Polizist oder Schornsteinfeger?

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Inken Otto, Ergotherapeutin im Brinkumer Hansa-Pflegezentrum, mit Marcel Marquardt, der in einem Alterssimulationsanzug steckt.

Leeste - Von Uwe Goldschmidt. Schüler der KGS Leeste haben am Sonnabend erneut die Gelegenheit genutzt, sich über Berufswege und Perspektiven nach ihrem Abschluss zu informieren, sich auszutauschen und mit potentiellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen.

Im Jahr 2009 hatte die Ehemaligenbörse an der KGS Premiere gefeiert. Inzwischen handelt es sich schon um eine traditionelle Veranstaltung, die die Förderkreisvorsitzende Sonja Eden für die Schüler in Leeste bereits zum siebten organisiert hat. „Mehr als je 20 Teilnehmer haben für den Vor- und Nachmittag zugesagt“, berichtet Eden. Unterstützung bei der Planung erhielt sie dabei vom Wirtschaftskurs des zehnten Jahrgangs und der Leiterin des Realschulzweigs, Katrin Leiber.

Am sonst schulfreien Sonnabendvormittag herrschte für die Haupt- und Realschüler Anwesenheitspflicht, dementsprechend groß war die Interessentenzahl an den Ständen und bei den Vorträgen. Hermann Karnebogen, Kommunalreferent der Eon Avacon, informierte über die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik und über das duale Studium zum Bachelor of Engineering. Beide Ausbildungen bietet der Energieversorger an und stellt pro Jahr sechs Auszubildende ein. Insgesamt sind laut Karnebogen 18 Auszubildende im Unternehmen beschäftigt, das sind zehn Prozent der Beschäftigten. Allerdings ist darunter nur ein Mädchen. Hier sieht er durchaus noch Nachholbedarf.

Über ihre Ausbildung zum Fahrdienstleiter bei der Deutschen Bahn berichteten Moritz Gräser und Marcel Marquardt. Zur Veranschaulichung hatten sie die Pinnwände mit Fotos aus den Stellwerken bestückt und Lehrbücher sowie Flyer mitgebracht. Aber auch eine Spielzeugeisenbahn lockte die Schüler an ihren Stand. „Der Einstellungstest ist nicht ohne“ erzählte Moritz den Schülern und beschrieb, wie er über ein Praktikum im Bahnhof Kirchweyhe zu seinem Ausbildungsplatz gekommen ist. Aus 12000 Bewerbern seien die rund 3000 Ausbildungsplätze besetzt worden, so der angehende Fahrdienstleiter.

Großer Andrang herrschte auch bei den Mitarbeitern des Hauptzollamtes Osnabrück. „Komm‘ in unser Team“ lautet dort das Motto. Zollinspektoranwärter Yannis Zietlow erklärte die Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung zum Zollbeamten im mittleren und gehobenen Dienst und die Ausbildungsinhalte, wie Zoll-, Verbrauchssteuer-, Vollzugs- und Strafrecht. Da dies recht theoretisch klang, gab es auch einen Vortrag, in dem die praktische Arbeit der Zollbeamten vorgestellt wurde. Anschaulich erläuterte Pressesprecherin Simone Pohl unter anderem die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen von Produktpiraterie, Schwarzarbeit sowie die Probleme bei der Einfuhr von Lebensmitteln und Medikamenten.

Aber auch viele einzelne Ehemalige gaben Einsicht in ihre derzeitige Ausbildung. Darunter auch Cedric Strandt, der als Auszubildender zum Schornsteinfeger in voller Montur und mit Zylinder für Fragen zur Verfügung stand.

Am Nachmittag standen die angehenden Abiturienten im Mittelpunkt des Geschehens. Im Rahmen von Vorträgen und Workshops informierten ebenfalls Ehemalige, wobei nun aber hauptsächlich verschiedene Studiengänge vorgestellt wurden.

So berichtete unter anderem Katharina Heidtmann, die ihr Abitur 2011 gemacht hat, von ihrem Studium der Psychologie an der Uni in Groningen und ihren Auslandssemestern. Im kleinen Forum tauschten sich Interessierte außerdem über ihre Auslandserfahrungen aus.

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