Zukunft des Mahnmals Erichshof / Info-Nachmittag am Sonntag

Dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte

Organisieren den Info-Nachmittag am Mahnmal: Hermann Greve und Karin Busch.
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Organisieren den Info-Nachmittag am Mahnmal: Hermann Greve und Karin Busch.

Weyhe – Es erinnert an die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, nun ist es selbst Geschichte – zumindest für den Moment. Jetzt aber hat Gemeindearchivar Hermann Greve die Historie des aktuell abgetragenen Kriegerdenkmals Erichshof – vor genau 100 Jahren als erstes der inzwischen elf Mahnmale in der Gemeinde Weyhe eingeweiht – aufgearbeitet, schreibt Sebastian Kelm, Pressesprecher der Gemeinde.

Was dabei zu Tage gekommen ist, soll beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, öffentlich vorgestellt werden. Aber auch um die Zukunft des Denkmals im Dreieck zwischen Lange Straße und Neißestraße wird es bei diesem Info-Nachmittag ab 14 Uhr gehen.

Angedacht ist dabei eine Ausstellung am Bauzaun. Laut Hermann Greve werden unter anderem Tafeln mit Kurzbiografien der 90 Todesopfer und Vermissten des Ersten und Zweiten Weltkrieges angebracht, um deren Schicksale erlebbar zu machen.

Gästeführerin Karin Busch, die diese Veranstaltung organisiert und mit weiteren Mitstreitern in die Tat umsetzt, hat vor, ab 14.30 und 15.30 Uhr Kurzvorträge zum Thema zu präsentieren. Ansonsten ist das Konzept möglichst offengehalten: Es soll ungezwungene Gelegenheit zur Information und zum Austausch geben – im Stehen oder auf einer der Sitzgelegenheiten.

Hintergrund des Ganzen: Das Kriegerdenkmal Erichshof ist von Mitte April bis Mitte Juni abgerissen worden, weil es nicht mehr sanierungsfähig war. Es exakt in alter Form wieder zu errichten, würde mehr als 50 000 Euro kosten. Stattdessen wird es nun ein komplett neues, zeitgemäßes Gesicht bekommen, heißt es in der Mitteilung.

Ideen, wie es künftig aussehen soll, liegen bereits vor, ein erstes Modell wurde schon angefertigt. Die Realisierung ist für 2021 vorgesehen.

Der Abbruch hat sich deshalb über einen längeren Zeitraum erstreckt, weil die Kupfertafel mit den Namen der Erichshofer Kriegsopfer aus dem Ersten Weltkrieg, die beiden Bronzetafeln mit den Namen der Erichshofer Kriegsopfer des Zweiten Weltkriegs, die Granitfindlinge und die Kunststeinelemente geborgen werden mussten, um sie für ein neues Denkmal wiederverwenden zu können.

Fest steht, dass die Grünanlage auf der rund 650 Quadratmeter großen Fläche schon in Kürze mit zwei Sitzbänken ausgestattet wird. Im Herbst sollen weitere Sträucher insbesondere im Randbereich hinzukommen. Darüber hinaus soll die Rasenfläche bis zur Eiche hinter dem Erichshof-Gedenkstein komplett geschlossen und dieser Bereich künftig nicht mehr als Weg oder Parkfläche genutzt werden.

Interessierte können beim Info-Nachmittag von 14 bis etwa 16 Uhr am Mahnmal in Erichshof vorbeischauen. Mitzubringen ist eine Bedeckung für Mund und Nase. Auch Abstandregeln müssen beachtet werden, heißt es in der Mitteilung.

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