Sperrung der L 331 vorzeitig aufgehoben

Dreye: Freie Fahrt in beide Richtungen

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L 331 in Dreye: Wer zur Autobahn wollte, musste eine Woche lang einen Umweg fahren.

Dreye - Von Sigi Schritt. Die einseitige Sperrung der Landesstraße 331 wegen der Baustelle am Bahn-Trogbauwerk ist beendet. Für das Internetportal www.google.de/maps war am Nachmittag die Südumgehung in Dreye in der Rubrik „Aktuelle Verkehrslage“ allerdings noch als einseitig gesperrt eingestuft.

Tatsächlich rollte längst wieder der Verkehr in Richtung Bremen und in der Gegenrichtung. Sogar vorzeitig: Ursprünglich waren die Bauarbeiten für 14 Tage und damit bis Ende der Woche angesetzt.

Verkehrsteilnehmer, insbesondere Pendler aus Riede und Thedinghausen, die Richtung Autobahn und Flughafen unterwegs waren, standen im Stau. Die zuständige Straßenbaubehörde in Nienburg hatte zwar als Umleitung den Weg über die Dreyer Straße ausgeschildert, doch dort ging es wegen der Ampeln, dem reduzierten Tempolimit und der von Lesern geschilderten Verkehrsdichte nicht so schnell voran, wie üblicherweise auf der Südumgehung. Die Folge: Die Staus wirkten sich auf den öffentlichen Personennahverkehr aus – die Busse kamen nämlich nicht schneller voran.

Blechlawine für Anwohner ein Ärgernis

Ärgerlich war die Zeit auch für die Anwohner, teilten Leser mit, weil sich für eine Woche eine Blechlawine durch ihren Ortsteil quälte. Leser machten mit ihrem Ärger Luft und äußerten sich beispielsweise auf Facebook. Ein Leser aus Thedinghausen nutzte die Wartezeit im Auto, sich kreative Gedanken zu machen: Ausgehend von der Idee des Messe-Schnellwegs in Hannover schlug der Autofahrer vor, die einzige freie Fahrspur morgens dem Berufsverkehr stadteinwärts zu widmen. 

Nach seiner Schilderung sei der Gegenverkehr morgens nicht so verdichtet, die Fahrzeuge hätten auf dem ausgeschilderten Umleitungsweg fahren können. Gegen Mittag hätte die Verkehrsführung umgedreht werden müssen, damit der nachmittägliche Berufsverkehr aus der Hansestadt störungsfrei durchs Nadelöhr hätte gelangen können. Er schlug auch vor, die Baustelle auf der Internet-Seite der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen eintragen zu lassen.

Uwe Schindler, Leiter der Nienburger Behörde, will die Ideen erst noch „in Ruhe prüfen“, um „belastbare Antworten“ zu geben, sagt er auf Anfrage.

Keine nennenswerten Baustellen in der Wesergemeinde

„Was vernünftig klingt, klingt, kann man prüfen. Wir sind lernfähig“, kommentierte Udo Petersohn, Fachbereichsleiter der Weyher Gemeindeverwaltung, die Anpassung der Idee vom Messe-Schnellweg auf örtliche Verhältnisse. Der Rathausmitarbeiter freut sich, dass es derzeit in der Wesergemeinde keine nennenswerten Baustellen gibt: Abgehakt sei nicht nur die Baustelle in Dreye, sondern auch die auf der Brücke zwischen Leeste und Brinkum. Auf dieser Kreisstraße fließt ebenfalls der motorisierte Verkehr.

Die wegen der Sanierung der Bundesstraße 6 erwartete Sperrung der Waldkaterkreuzung sei noch nicht in Sicht, so Petersohn. Im Rahmen des dritten Abschnitts wandert die Baustelle von Syke (wir berichteten) weiter nach Melchiorshausen. Es soll der Weg von der Grenze zu Barrien bis zur Höhe Grützmacher Straße komplett erneuert werden. Die Gemeinde habe mehrfach nachgefragt, wann die Arbeiten starten. „Wir bekommen keine Antworten“, so Petersohn.

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